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Sherry verlangt ähnliche Lagerbedingungen wie hochwertige Weissweine: dunkel, kühl und temperaturstabil bei rund 12–15 °C; längere Lagerung in Originalverpackungen oder OHK (Original-Holzkiste) erhöht oft die Provenienz. Nach dem Öffnen: Fino und Manzanilla am besten gut gekühlt bei 7–9 °C und innerhalb weniger Tage konsumieren, Amontillado und Oloroso bei 12–14 °C servieren und nach dem Öffnen mehrere Wochen kühl und verschlossen aufbewahren, konzentrierte PX‑Weine können bei kühler Zimmertemperatur genossen werden. Glaswahl: Copita oder ein tulpenförmiges Weißweinglas hebt Aromen und Feinheit der Florgeprägten Stile hervor.
Original‑Holzkiste (OHK), Original Wooden Case (OWC) oder Original Case (OC) bezeichnen die vom Produzenten stammende Verpackung. Für Sammler steigert eine OHK/OWC oft die Attraktivität und den Wiederverkaufswert, weil sie auf sorgfältige Lagerung und unveränderte Provenienz hinweist. Gerade bei empfindlichen Weinen wie gereiftem Sherry kann eine intakte Originalverpackung Hinweise auf optimale Lagerbedingungen während Lagerung und Transport liefern.
Sherry kann als Nischeninvestment attraktiv sein, insbesondere sehr alte Solera‑Abfüllungen, Einzelfass‑Olorosos, Palos Cortados und gereifte Amontillados oder PX‑Spezialitäten von renommierten Häusern wie Tradición oder limitierte Lustau‑Cuvées. Investoren sollten auf lückenlose Provenienz, OHK/OWC, intakte Etiketten, akzeptable Ullage‑Stände und temperierte Lagerbedingungen achten. Anders als Bordeaux ist der Markt für Sherry kleiner und spezifischer; Nachfrage steigt bei Sammlern und Top‑Restaurants, Preisentwicklung ist aber oft langsamer und weniger vorhersehbar. Bewertungen durch Fachkritiker (z. B. Vinous, Wine Advocate, Jancis Robinson) können die Handelbarkeit verbessern.
Der Füllstand ist ein zentrales Qualitätsmerkmal bei gereiften Flaschen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) signalisieren exzellente Konservierung; TS (Top Shoulder) ist akzeptabel bei älteren Abfüllungen. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) zeigen zunehmend Oxidationsrisiko und Flüssigkeitsverlust. Bei Sherry ist ein hoher Füllstand besonders wichtig, da Luftkontakt die delikaten flor‑ oder oxidativen Aromen destabilisieren kann.
Fino und Manzanilla sind am besten jung und frisch, innerhalb weniger Jahre nach Abfüllung zu genießen; nach dem Öffnen idealerweise innerhalb 3–5 Tagen im Kühlschrank. Amontillado und Oloroso bieten längere Trinkfenster und entwickeln sich oft noch in Flasche; nach dem Öffnen bleiben sie bei kühler Lagerung mehrere Wochen genießbar. Pedro Ximénez kann sehr lange lagerfähig sein. Kulinarisch: Fino/Manzanilla zu Meeresfrüchten, Fritturen, Jamón; Amontillado zu Pilzgerichten, geräuchertem Fisch und gereiftem Käse; Oloroso zu kräftigen Fleischgerichten, Schmorbraten und Nüssen; PX als Dessertbegleiter zu Vanilleeis, Schokolade oder als Saucekomponente.
Sherry stammt aus der Denominación de Origen Jerez‑Xérès‑Sherry an der Küste von Cádiz. Typisch sind die kalkhaltigen albariza‑Böden, das mediterrane Klima und das Solera‑System zur Alterung. Die dominierende Rebsorte für trockene Stile ist Palomino Fino; Pedro Ximénez (PX) und Moscatel liefern die süßen Spezialitäten. Renommierte Bodegas wie González Byass (Tío Pepe), Emilio Lustau, Valdespino oder Bodegas Tradición prägen mit ihren Soleras das Geschmacksbild der Region.
Für eine Kollektion von 12 Flaschen gelten die klassischen Regeln: konstante Temperatur (idealerweise 12–15 °C), schattig, geringe Vibrationen und relative Luftfeuchte 60–70 %. Kurzfristig kann man Flaschen aufrecht lagern (z. B. beim Transport); für langfristige Lagerung sind liegende Flaschen akzeptabel, vorausgesetzt die Umgebung ist feuchtigkeitsstabil und dunkel. Generell sind Fino und Manzanilla am besten jung zu trinken (innerhalb weniger Jahre), Amontillado und Oloroso sind deutlich lagerfähiger (Jahrzehnte möglich) und Pedro Ximénez kann sehr lange halten. Geöffnete Flaschen: Fino/Manzanilla 2–7 Tage gekühlt, Amontillado 1–2 Wochen, Oloroso/PX mehrere Wochen bis Monate bei kühler Lagerung.
Wichtige Prüfgrößen sind Füllstand (Ullage), Farbe, Etikett und Kork/Schraubverschluss. Übliche Klassifikationen für Ullage: HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder) — je tiefer, desto höher das Risiko von Oxidation oder Leckagen. Farbveränderungen sind stilorientiert: oxidativ gereifte Olorosos zeigen dunklere Töne, während ein stark eingetrübter oder untypisch dunkler Fino Anlass zur Vorsicht ist. Unversehrte Etiketten, Seriennummern und dokumentierte Provenienz erhöhen Vertrauenswürdigkeit; Fotos von Kapsel, Hals und Rücketikett sind bei älteren Flaschen essentiell.
Solera und Criaderas bilden ein dynamisches Reifungssystem: junge Weine reifen in den oberen Criaderas und werden schrittweise in ältere Fässer der Solera umgesetzt, wobei ständig kleine Mengen abgefüllt werden. Dieses fractional blending gewährleistet Konsistenz, Komplexität und die kontinuierliche Präsenz älterer Jahrgänge in jedem abgefüllten Sherry. Viele Traditions‑Bodegas wie Lustau oder Valdespino nutzen dieses Verfahren jahrzehntelang, um charakteristische Stilnoten zu fixieren.
Die Hauptstile sind Fino und Manzanilla (biologisch unter Flor gereift, sehr trocken, salzige, nussige Noten), Amontillado (zunächst unter Flor, dann teils oxidativ weitergereift, nussig und komplex), Oloroso (oxidativ gereift, vollmundig, dunkle Nuss‑ und Gewürznoten), Palo Cortado (seltene Mischung aus Amontillado‑Aromen und Oloroso‑Körper) sowie Pedro Ximénez und Moscatel (süß, konzentrierte Trockenfrucht‑ und Sirupnoten). Die Reifungsart (biologisch vs. oxidativ) bestimmt das Aromaprofil mehr als das Alter allein.
Sherry deckt ein breites Spektrum ab: Fino und Manzanilla reifen unter einem Flor‑Hefeteppich und bleiben frisch, nussig und salzig; Amontillado startet unter Flor, entwickelt danach eine teilweise oxidative Ausbauphase mit komplexer Nuss‑ und Karamellnote. Oloroso reift rein oxidativ, ist kraftvoll, dunkler und strukturiert, während Pedro Ximénez (PX) und Moscatel als süße Spezialitäten durch Sonne gedörrte Trauben extrem konzentrierte Aromen von Rosinen, Feigen und Sirup zeigen. Zwischenformen wie Palo Cortado vereinen flor‑geprägte Eleganz mit oxidativer Tiefe.
González Byass (Tío Pepe) ist für seine großen Finos und traditionsreiche Soleras bekannt; Emilio Lustau hat mit selektiven Criaderas und Premium‑Abfüllungen internationale Anerkennung erlangt; Valdespino liefert seit Jahrhunderten charakterstarke Amontillados und PX; Bodegas Tradición spezialisiert sich auf sehr alt gereifte Solera‑Abfüllungen und hat ein starkes Sammlerprofil. Sandeman und Williams & Humbert sind weitere Traditionshäuser mit eigenständigen Stilen. Bei allen genannten Bodegas sind solera‑Alter, Fassgeschichte und Abfüllstrategie entscheidend für Preis und Stil.
Die Stilpalette reicht von biologisch gereiften bis zu oxidativ ausgebauten Weinen: Fino und Manzanilla reifen unter einer Hefeschicht (Flor) und bleiben trocken, Amontillado startet biologisch und durchläuft später oxidative Alterung, Oloroso reift ausschließlich oxidativ und ist körperreicher, Palo Cortado kombiniert Eigenschaften von Amontillado und Oloroso, Pedro Ximénez (PX) ist ein konzentrierter Dessertwein aus sonnengetrockneten Trauben. Die Unterschiede ergeben sich aus Gärungsunterbrechung durch Spirituosenzugabe, Florbildung, Fasswahl und dem Solera‑Verfahren, das kontinuierliche Verschnitt über Generationen erlaubt. Marken wie Tio Pepe (González Byass) stehen für klassische Fino, Lustau für eine breite Palette inkl. Amontillado und Oloroso, Tradición für alte Soleras.
Das Solera‑System ist ein dynamisches Flaschenähnlichkeitsschema aus übereinander gestapelten Fässern (botas), in dem junge und gereifte Flüssigkeiten kontinuierlich vermischt werden. Dadurch entsteht ein gleichbleibender Stil über Jahre hinweg: Nuancen werden verfeinert, Alkohol und Zucker balanciert, und komplexe oxidative sowie flor‑bedingte Aromen reifen homogen. Für Sammler bedeutet Solera, dass einzelne Jahrgänge weniger im Vordergrund stehen als die langfristige Handschrift der Bodega.
Einige Bodegas genießen auf Sammler‑ und Fachmärkten hohes Ansehen: González Byass (Tio Pepe) für klassische Finos und historische Soleras, Emilio Lustau für breite Profilvielfalt und hochwertige Single‑Solera‑Abfüllungen, Bodegas Tradición für sehr alte Solera‑Abfüllungen mit exzellentem Alterungspotenzial, Valdespino für traditionsreiche Amontillados und Pedro Ximénez, Hidalgo und La Gitana für charakteristische Manzanillas. Gründe sind seltene, alte Soleras, limitierte Flaschen, dokumentierte Provenienz und außergewöhnliche Fasslagerdauer — Merkmale, die sowohl sensorischen Reiz als auch Marktwert steigern.
Bestimmte Sherries können sammelwürdig sein: alte Soleras, limitierte Abfüllungen, sehr alte Amontillados/Olorosos und gereifte Pedro Ximénez von anerkannten Bodegas sind gefragt. Entscheidend sind Produzenten‑Reputation (z. B. Bodegas Tradición, González Byass, Emilio Lustau, Valdespino), Nachweis der Lagerung, Originalverpackung wie Original‑Holzkiste (OHK) bzw. Original Wooden Case (OWC) und nachvollziehbare Provenienz. Der Sekundärmarkt ist weniger liquide als Bordeaux oder Burgund; Käufer sollten Auktionsergebnisse, Händlerbewertungen, Versand‑ und Zollkosten sowie eventuelle Steuern berücksichtigen.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Begriffe beschreiben die ursprüngliche Versand‑ oder Lagerverpackung einer Flaschenlieferung. Für Sammler und den Sekundärmarkt sind OHK/OWC/OC wichtige Provenienzindikatoren: komplette Originalkisten signalisieren sorgfältige Lagerung, reduzieren Bruchrisiko und können den Marktwert steigern, besonders bei limitierten oder alten Solera‑Abfüllungen aus Bodegas wie Tradición oder Valdespino.
Optimale Lagerung erfolgt kühl (ca. 10–15 °C), dunkel, mit konstanter Feuchte und ohne starke Temperaturschwankungen; stehende oder leicht geneigte Lagerung ist akzeptabel, da Kork bei Sherry weniger aufquillt als bei stillen Weinen. Junge Finos sollten eher frisch konsumiert werden, während Amontillado, Oloroso und süße PX‑Kandidaten durch Flaschenreife noch an Komplexität gewinnen. Regelmäßige Kontrolle von Füllstand und Etiketten (Provenienz) hilft, Alterungstrends einzuschätzen.
Das richtige Glas betont Aromen: traditionelle Copita oder ein tulpenförmiges Weißweinglas/ISO‑Glas sind ideal. Serviertemperaturen: Fino und Manzanilla 7–10 °C, Amontillado 10–12 °C, Oloroso 12–16 °C, Pedro Ximénez leicht gekühlt 8–12 °C. Speisen: Fino passt zu Meeresfrüchten, Austern und Jamón ibérico; Manzanilla zu Fisch und Tapas; Amontillado zu geräucherten Speisen und Nüssen; Oloroso zu Schmorgerichten, Blaukäse oder dunkler Schokolade; PX perfekt zu Desserts und gereiftem Käse. Kleine Portionen servieren – Sherry entfaltet sich am besten in moderaten Mengen.
Sherry kann eine attraktive Ergänzung zum Weinportfolio sein, besonders limitierte Solera‑Abfüllungen, alte Palo Cortados oder seltene Pedro Ximénez‑Flaschen von anerkannten Bodegas reagieren oft stabil auf Nachfrage. Entscheidende Faktoren sind lückenlose Provenienz, intakte Original‑Holzkiste (OHK/OWC), idealer Füllstand und seriöse Lagerhistorie. Anders als bei Bordeaux oder Burgund sind Jahrgangswertungen weniger relevant – hier zählen Marke, Reifezustand und Seltenheit.
Die Nennung von ‚12 Flaschen‘ bezieht sich üblicherweise auf eine Standardkiste mit zwölf 0,75‑Litern‑Flaschen. Auf dem Sekundärmarkt sind nicht nur die Menge, sondern der Zustand jeder Flasche entscheidend: Ullage beschreibt den Füllstand im Hals und ist ein Indikator für Alterungszustand und mögliche Oxidation. Gängige Kategorien sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) bis VHS (Very High Shoulder) und MS/LS (Mid/Low Shoulder). Bei älteren Sherries sind leichte Schultern normal, deutliche Mid/Low‑Schulterstände erhöhen hingegen das Risiko eines beeinträchtigten Weins.
Sherry ist ein traditionell fortifizierter Wein aus der spanischen Provinz Cádiz, formal klassifiziert als Denominación de Origen Jerez-Xérès-Sherry. Die drei zentralen Gemeinden sind Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María, jede mit charakteristischen Klimata und Stilprägungen: Sanlúcar fördert oft feinere Manzanillas, Jerez propre ist Heimat klassischer Finos und Olorosos. Typische Rebsorten sind Palomino für trockene Stile und Pedro Ximénez beziehungsweise Moscatel für süße Spezialitäten. Produzenten wie González Byass (Tio Pepe), Emilio Lustau, Bodegas Tradición, Valdespino oder Hidalgo prägen das Bild der Region durch unterschiedliche Solera-Systeme und Fassbelegungen.
Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Barrameda bilden das klassische Sherry-Dreieck an der spanischen Küste: Terroir, albariza-Kalkböden und das küstennahe Klima prägen Stil und Qualität. Typische Rebsorten sind Palomino, Pedro Ximénez und Moscatel; die Kombination aus flor‑Hefebewuchs, Solera-Reifung und gezielter oxidativer Lagerung erzeugt die gesamte Bandbreite von trockenem Fino bis zu sirupartigen Pedro Ximénez‑Spezialitäten. Nennenswerte Produzenten wie González Byass, Emilio Lustau, Bodegas Tradición und Osborne stehen beispielhaft für traditionelle Handwerkskunst und internationale Anerkennung.
Renommierte Bodegas mit traditioneller Solera‑Praxis sind oft Referenzpunkte: González Byass (Tio Pepe und Noé als bekannte Namen), Emilio Lustau, Bodegas Tradición, Williams & Humbert oder Hidalgo La Gitana liefern regelmäßig hoch bewertete Qualitäten. Sammler achten bei diesen Häusern auf lückenlose Provenienz, original erhaltene Solera‑Botas, Abfülljahrgänge und die Reputation bestimmter Serien – das steigert Nachfrage und Werthaltigkeit auf dem Markt.
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