Worin unterscheiden sich Kabinett, Spätlese und Auslese bei Mosel‑Riesling praktisch und im Reifepotential?
Kabinett, Spätlese und Auslese sind Prädikatsstufen, die vorwiegend den Reifegrad der Trauben beschreiben: Kabinett steht für leichte bis mittelkräftige Weine mit eleganter Säure, ideal zum frühen bis mittleren Reifezeitpunkt; Spätlese bedeutet spätere Lese und meist vollere Aromen, oft längeres Lagerpotenzial; Auslese umfasst selektiv gesammelte sehr reife Beeren, häufig mit höherer Restsüße und außergewöhnlicher Langlebigkeit. Bei Mosel‑Riesling können gut ausgebaute Kabinettweine 10–20 Jahre reifen, Spätlesen und Auslesen oft deutlich länger, insbesondere aus Spitzenlagen wie Sonnenuhr oder Himmelreich.

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