Was bedeutet die Bezeichnung Spätlese bei Riesling und wie beeinflusst sie die Lagerfähigkeit?
Die Bezeichnung Spätlese gehört zu den Prädikatsstufen und steht für Trauben, die später gelesen wurden und dadurch höheren Reifegrad und oft mehr Restzucker besitzen. Im Vergleich zu Kabinett ist Spätlese meist konzentrierter und hat ein höheres Alterungspotenzial; gegenüber Auslese ist sie moderater. Spätlesen aus kühlen Lagen und von renommierten Weingütern wie Joh. Jos. Prüm, Dr. Loosen oder Schloss Johannisberg entwickeln über Jahrzehnte komplexe sekundäre Aromen. Richtig gelagert (konstante Temperatur, Dunkelheit, stabile Feuchte) können hochwertige Spätlesen 20–50 Jahre oder länger halten, abhängig vom Jahrgang und dem Füllstand.

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