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Avignonesi ist ein etabliertes Weingut aus Montepulciano, das für kräftige, terroirgeprägte Vino Nobile steht. In Montepulciano dominiert die Rebsorte Sangiovese in der lokalen Klonausprägung Prugnolo Gentile; die Böden sind vielfach aus Ton, Mergel und kalkhaltigen Anteilen aufgebaut, was Frische und Struktur unterstützt. Zum Verständnis des Terroirs lohnt sich der Vergleich mit anderen toskanischen Häusern wie Antinori oder den Brunello-Produzenten wie Biondi-Santi, die ebenfalls starke Lagencharaktere in ihren Weinen abbilden.
Alte Rotweine vorsichtig öffnen: Kork langsam und schonend entfernen, bei brüchigem Kork ggf. einen Zweizargenkorkenzieher oder Spezialwerkzeug verwenden. Vor dem Einschenken kurz prüfen (Geruch, Farbe) und dann flach und langsam in eine Karaffe mit breiter Öffnung oder direkt ins Glas geben, um Sediment zurückzuhalten. Bei sehr alten Flaschen genügt oft 20–60 Minuten sanfte Belüftung; bei überraschend kompakter Nase kann man 2–3 Stunden probieren. Serviertemperatur 15–18 °C, eher etwas kühler als junge Rotweine; ein burgunderförmiges Glas betont Aromatik und Weichheit.
Bei gereiften Flaschen sind mehrere Prüfpunkte entscheidend: Ullage (Füllstand) liefert erste Hinweise auf Dichtigkeit: HF (High Fill) = ideal, IN (Into Neck) = sehr gut, TS (Top Shoulder) = akzeptabel für >15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationsanzeichen, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) = hohes Risiko. Weiterhin prüfen: Korkausblutung oder -verschmutzung, Auslaufen an der Halskapsel, Knicke oder Fehlstellen am Etikett, samt mögliche Beschriftungen auf Rücketikett für Provenienz. Sediment ist normal bei alten Rotweinen; starke Geruchsnoten nach Essig oder nasser Pappe deuten auf Fehler hin.
Gereifte Vino Nobile passen hervorragend zu geschmorten oder langsam gegarten Fleischgerichten: Rinderbraten, geschmorte Backen, Lammkeule oder Wild wie Reh in würziger Sauce. Auch Pilzrisotto, Trüffelgerichte und gereifte Hartkäse (z. B. Pecorino) harmonieren gut. Bei älteren Exemplaren sollte die Begleitung nicht zu schwer oder zu dominant sein; feine Umami‑Noten, herzhafte Saucen und erdige Komponenten ergänzen die tertiary geprägte Aromatik ideal.
Die klassische Lagerung: konstante Temperatur (ideal 12–14 °C), relative Luftfeuchte um 60–75 %, dunkle, vibrationsarme Umgebung und liegende Position, damit der Korken feucht bleibt. Bei einer Flasche aus 1988 ist die individuelle Flaschenlage entscheidend: Liegen Ullage, Kork und Provenienz gut, kann kurzfristige Lagerung zur Regulierung sinnvoll sein; langfristig bergen ältere Flaschen jedoch erhöhtes Risiko und werden meist zeitnah genossen. Vor einer weiteren Einlagerung empfiehlt sich eine fachliche Begutachtung durch einen Händler oder Önologen.
Avignonesi ist ein renommiertes Gut in Montepulciano, das Vino Nobile primär aus Prugnolo Gentile (einer lokalen Ausprägung von Sangiovese) gewinnt. Typische Stilmerkmale sind klare rote Frucht (Kirschkompott, Pflaume), feine florale Noten, balsamische Aromen und eine schlanke, aber präsente Tanninstruktur. Am Weingut wird klassisch in Holzfässern ausgebaut; der Einsatz von Barriques versus größeren Tonneaux beeinflusst Vanille‑ und Gewürznoten. Avignonesi‑Weine zeigen oft eine Balance zwischen Frische und gereifter Komplexität und eignen sich sowohl zum frühen Genuss als auch zur mittelfristigen Lagerung.
Sangiovese, oft in Montepulciano als Prugnolo Gentile bezeichnet, ist die zentrale Rebsorte des Vino Nobile. Sie bringt lebhafte Säure, rote Fruchtaromen (Kirsche, Pflaume) sowie ein strukturiertes Tanninprofil. In gereiften Jahrgängen treten tertiäre Noten wie Leder, Tabak, getrocknete Kräuter und Waldboden hinzu. Die Kombination aus Säure und Tannin macht diese Weine langlebig und ideal für längere Reifephasen im Keller.
Avignonesi ist ein etabliertes Weingut in Montepulciano, das vor allem für seine Interpretation des Vino Nobile di Montepulciano bekannt ist. Typisch ist die Verwendung von Sangiovese in der lokalen Klonausprägung Prugnolo Gentile, eine Kombination aus traditionellen Rebsorten und moderner Kellertechnik sowie gezielte Holzfasszeiten zur Strukturgebung. Avignonesi pflegt sowohl Weinberge als auch Ausbauphilosophien, die mineralische Säure, feine Tannine und ein klares Fruchtprofil herausarbeiten – Eigenschaften, die den Weinen Lagerfähigkeit und Alterungskomplexität verleihen.
Ein gereifter Vino Nobile harmoniert besonders gut mit intensiven, aber nicht zu schweren Gerichten: geschmorte Rinderschmorgerichte, Wild (Reh, Hirsch) in moderaten Saucen, Pilzgerichte wie Risotto mit Steinpilzen, gereifte Hartkäse (Pecorino, Parmigiano Reggiano) und Trüffelgerichte. Bei älteren Weinen auf salzige und erdige Komponenten setzen, statt stark säurebetonter Tomatensaucen, um die feinen tertiären Aromen nicht zu überdecken.
Vino Nobile di Montepulciano DOCG ist eine italienische Herkunftsbezeichnung (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) für Weine aus der Region Montepulciano in der Toskana. DOCG steht für strengere Produktionsauflagen als DOC, etwa hinsichtlich Rebsortenanteil (dominant Sangiovese/Prugnolo Gentile), Mindestholz‑ und Reifezeiten sowie maximaler Erträge. Charakteristisch sind ausgewogene Säure, feine, reife Tannine und eine Struktur, die lange Reifezeiten ermöglicht.
Ein 1988er aus Montepulciano hat heute weitreichend tertiäre Entwicklung gezeigt: rote und getrocknete Frucht (gekochte Kirsche, Pflaume), Leder, Tabak, Waldboden, Pilznoten und balsamische Nuancen. Die Tannine sind in vielen Fällen weich und integriert, die Säure kann den Wein aber weiterhin frisch halten. Da es sich um einen über 30 Jahre alten Rotwein handelt, ist der Zustand sehr variabel — solide Flaschen bieten einen komplexen, weichen Genuss, bei verschlechterten Flaschen dominieren Oxidation oder Essigstich. Immer auf Füllstand und Kronkorken/Korkzustand achten.
Bei einem Wein aus 1988 ist die Trinkreife sehr individuell und hängt von Produzent, Ausbau, Fass- und Flaschenlager ab. Wichtige Indikatoren sind klare, aber nicht übermäßige Braunfärbung am Rand, ein intakter Korken und moderater Ullage (Füllstand). Viele gut gepflegte Vino Nobile aus soliden Jahrgängen entwickeln komplexe tertiäre Aromen und sind in den letzten Trinkjahren; andere Flaschen können am Ende ihrer Lebenszeit stehen. Eine vorsichtige Verkostung nach Dekantieren gibt Aufschluss über Vitalität und Balance.
Ullage ist ein entscheidender Indikator: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei >15–20 Jahren akzeptabel; VHS, MS oder LS deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Prüfe Kapsel und Korkenrand auf Ausblutungen, Korkfehler und Gerüche; eine leicht verschobene oder geschrumpfte Korklage sowie klare Flüssigkeitsverfärbung erhöhen das Risiko. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine professionelle Begutachtung durch einen Weinsachverständigen oder Händler.
Nach mehr als drei Jahrzehnten zeigen solche Weine oft tertiäre Noten wie getrocknete Kirsche, Leder, Tabak, Waldboden und feine würzige Nuancen; Tannin und Säure glätten sich, Farbintensität kann abgeklungen sein. Vor dem Servieren ist langsames Dekantieren sinnvoll: vorsichtig in eine Karaffe gießen, 30–90 Minuten atmen lassen je nach Zustand; bei sichtbarem Sediment langsam dekantieren oder einen Filter verwenden. Serviertemperatur ideal bei 16–18 °C.
Wesentlich sind lückenlose Provenienz und Lagerhistorie: durchgängige Kellerung bei konstanter, kühler Temperatur und moderate Luftfeuchte. Originalverpackung wie OHK/OC/OWC (Original‑Holzkiste / Original Case / Original Wooden Case) erhöht oft Wertstabilität. Etikett, Kapsel und Korkzustand, Füllstand (Ullage) sowie vorhandene Verkostungsnoten oder Punktbewertungen von Kritikern (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous) sind entscheidend für die Einschätzung als Anlageobjekt. Zertifikate und Rechnungen verbessern Weiterverkaufbarkeit.
Original-Holzkisten (OHK), Original Cases (OC) oder Original Wooden Cases (OWC) erhöhen bei sammlerrelevanten Weinen oft den Marktwert, weil sie vollständige Provenienz und schonende Transportbedingungen dokumentieren. Für die Lagerung bieten Holzkisten guten Schutz vor Licht und Stößen; bei Auktionen oder beim internationalen Handel können vollständige OWC den Preis spürbar steigern, vor allem bei limitierten Jahrgängen oder renommierten Produzenten. Trotzdem bleibt der Zustand der Flasche selbst (Ullage, Etikett, Kork) entscheidend.
Für die Beurteilung alter Flaschen gelten standardisierte Begriffe: HF (High Fill) ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei >15–20 Jahren, VHS (Very High Shoulder) erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) problematisch. Bei einem Wein aus den 1980er Jahren ist TS oft tolerierbar, VHS oder niedriger erhöht jedoch das Risiko eines oxidierten oder schlecht erhaltenen Weins. Zusätzlich auf Korkintegrität, Evaporation und Lagerbedingungen achten.
Vino Nobile di Montepulciano ist eine historische toskanische Appellation, deren Klassiker auf der Sangiovese‑Rebsorte basieren — lokal oft als Prugnolo Gentile bezeichnet. Typisch sind eine elegante Säurestruktur, rote bis dunkle Fruchtaromen und ein erdiger, balsamischer Hintergrund, der mit der Reife komplexe tertiäre Noten ausbildet. Im Vergleich dazu ist Brunello di Montalcino (ebenfalls 100 % Sangiovese, häufig aus dem Brunello/"Sangiovese Grosso"‑Klon) tendenziell robuster, tanninreicher und für längere Reifezeiten konstruiert. Terroir, Handschrift des Weinguts und der Ausbau in Holz unterscheiden die Stile zusätzlich: Vino Nobile wirkt oft etwas luftiger und früher zugänglich, Brunello zielt häufig auf maximale Langlebigkeit ab.
Vino Nobile di Montepulciano basiert überwiegend auf Sangiovese, lokal meist Prugnolo Gentile genannt — ein Klon/Selektion, die feinfruchtige Säure, elegante Säurestruktur und moderate Gerbstoffe liefert. Prugnolo Gentile sorgt für die typische Kirsch- und Steinobstcharakteristik sowie Alterungspotenzial; in der Praxis wird dieser Begriff ähnlich wie regionale Klonbezeichnungen in Bordeaux oder Burgund zur Differenzierung genutzt.
Bei gereiften Rotweinen empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren, um Sedimente zurückzuhalten und den Wein behutsam zu belüften. Vor dem Öffnen kurz visuell prüfen (Füllstand, Korkzustand). Flasche langsam in eine helle Lichtquelle halten, in ein stabiles Dekantiergefäß umgießen und Sediment am Flaschenboden beachten. Serviertemperatur leicht kühler als Zimmertemperatur (16–18 °C) für Balance von Frucht, Säure und Tanninen. Kleinere Gläser betonen die Komplexität gereifter Aromen.
Für Prüfung und Handel alte Flaschen zu nutzen, empfiehlt sich: Begutachtung vor Ort durch einen Fachhändler oder Sachverständigen, Fotos von Etikett/Kapsel/Ullage, Herkunftsdokumente und, falls möglich, Analyseprotokolle. Verkaufskanäle sind spezialisierte Auktionshäuser, etablierte Händler oder vertrauenswürdige Online-Weinbörsen; beim Versand auf versicherten Transport, temperaturgeführte Optionen und klare Rücksprache zur Zustandsbeschreibung achten. Für seltene Objekte kann ein Zustandsbericht (Condition Report) vor Auktion den Erlös positiv beeinflussen.
DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) ist die oberste Qualitätsstufe in Italien und garantiert Herkunftsauflagen sowie bestimmte Produktionskriterien. Bei alten Flaschen bleibt die Klassifikation ein Indikator für Qualitätspotenzial und strenge Produktionsregeln, sie ersetzt jedoch nicht die individuelle Flaschenbewertung — praktische Faktoren wie Kellerführung, Provenienz und Lagerbedingungen beeinflussen Zustand und Trinkreife stärker als die reine Benennung. Für Vergleiche auf dem Markt ziehen Sammler oft Genuss- und Bewertungsgeschichten heran, ähnlich wie bei Bordeaux- oder Burgund-Crus.
Wertfaktoren sind Provenienz (lückenlose Lagerhistorie), Flaschenzustand (Ullage, intakter Kork, sauberes Etikett), Vorhandensein von Originalverpackung wie OWC (Original Wooden Case) oder OHK (Original‑Holzkiste), sowie renommierte Bewertungen von Kritikern wie Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling oder Jancis Robinson. Marktkanäle (Auktionshaus, spezialisierter Händler, Onlineplattform) und aktuelle Nachfrage nach dem Produzenten beeinflussen Preis und Veräußerungserfolg. Für Investmentzwecke sind Seltenheit, mittelfristige Genussfähigkeit und dokumentierte Lagerung entscheidend; bei Einzelstücken empfiehlt sich vor Veräußerung ein professionelles Condition Report und ggf. eine Schätzung durch ein etabliertes Auktionshaus.
Vino Nobile kann sowohl Sammelobjekt als auch Anlage sein, doch unterscheidet sich das Marktverhalten von Top-Bordeaux oder rarem Burgund: Werthaltigkeit hängt von Produzentenreputation (z. B. Avignonesi), Jahrgang, Flaschenzustand und vorhandenen Bewertungspunkten (Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) ab. Kurzfristige Renditen sind weniger verlässlich als bei knappen internationalen Klassikern; für Investitionen sind lückenlose Provenienz, OWC, professionelle Lagerung und Marktzugang (Auktionen, Händlernetz) entscheidend.
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