Worin unterscheiden sich Rieslinge aus Pfalz, Mosel und Saar hinsichtlich Boden, Stil und Terroir?
Rieslinge aus der Pfalz, der Mosel und der Saar tragen deutlich unterschiedliche Terroir-Signaturen. In der Pfalz, wo Traditionsbetriebe wie Müller-Catoir beheimatet sind, dominieren oft wärmere Lagen mit kalkhaltigen und lehmigen Böden, die zu körperreicheren, würzig-fruchtigen Rieslingen mit reifer Frucht führen. Die Mosel, mit Lagen wie Kinheimer Hubertuslay, ist für steile, devonische Schieferböden bekannt; hier entstehen filigrane, salzige Rieslinge mit feiner Säure und mineralischer Spannung — ideal für Auslesen. Die Saar, vertreten durch Weingüter wie Van Volxem, zeigt kühle Klimabedingungen und feingliedrige, oft schieferbetonte Böden, die besonders elegante, präzise und langlebige Rieslinge hervorbringen. Zusammengenommen erklären Boden, Exposition und lokale Winzertradition die geschmacklichen Unterschiede zwischen Müller-Catoir, Molitor und Van Volxem.

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