Wie entwickeln sich Spätburgunder aus den Jahrgängen 2004, 2005 und 2009 im Flaschenalter?
Spätburgunder (Pinot Noir) aus den frühen 2000er Jahren zeigt je nach Herkunft und Ausbau unterschiedliche Reifeprofile: typischerweise reduzieren sich primäre Fruchtnoten zugunsten tertiärer Aromen wie Leder, Waldboden, Pilz und getrocknete Kirsche. Ein kühlerer Jahrgang neigt zu anhaltender Säure und schlanker Struktur, wärmere Jahrgänge (wie viele 2009er) liefern meist reifere Tannine und intensivere Frucht. Entscheidend sind Produzent und Ausbau: Burgunder von Weingut Bernhard Huber (Baden) oder Weingut Meyer-Näkel (Ahr) etwa können auch nach 15–20 Jahren noch feine Fruchtnuancen und präzise Säure zeigen, während einfacher ausgebaute Flaschen schneller an Primärfrucht verlieren. Füllstand (Ullage) und Lagerbedingungen entscheiden letztlich über Trinkreife und Genuss.

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