Wie beurteilt man die Anlagefähigkeit eines deutschen Spätburgunders aus einem guten Jahrgang wie 2018?
Die Anlagefähigkeit hängt weniger vom Jahrgang allein als von Erzeuger, Einzellage, Ausbau und Provenienz ab. Weingüter mit gutem Ruf, sauberen Kellereien, dokumentierten Lagerbedingungen und Einzellagen (zum Beispiel Einträge wie 'Eschbach' auf dem Etikett) haben bessere Chancen als generische Flaschen. Kritikerbewertungen (z. B. Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und das Vorhandensein von Original-Holzkiste bzw. Lieferdokumenten stärken den Sekundärmarktwert. Wichtige Faktoren für Investitionsentscheidungen: Produktionsmenge (Rarität), Lagerfähigkeit, Nachfrage in Auktionen sowie ein nachvollziehbarer Lagerungsnachweis. Kurz: Nicht jeder 2018er ist Anlagewein, aber selektiv eingesetzte, lagerfähige Spätburgunder etablierter Weingüter können Wertpotenzial bieten.

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