Wie entwickeln sich Aromen und Farbe eines Grüner Veltliner Spätlese nach fast fünf Jahrzehnten?
Nach mehreren Jahrzehnten verlieren frische grüne Fruchtaromen an Dominanz und treten tertiäre Noten wie getrocknete Aprikose, Honig, Haselnuss, Heidekraut und gelegentlich leichte oxidative Anklänge in den Vordergrund. Die Farbe wird von hellem Gold zu tieferem Bernstein oder Kupferton tendieren. Die Säure bleibt dabei der Schlüssel zur Frische: ist sie erhalten, wirkt der Wein lebendig; ist sie stark reduziert, dominiert das reife, oft sehr komplexe Aromenspiel.

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