Was bedeutet 'Zukauf' bei Burgundern und wie beeinflusst das den Weinstil?
Zukauf bedeutet, dass Trauben oder Basiswein von anderen Erzeugern beziehungsweise Winzern hinzugekauft wurden. Bei Burgundern nutzt ein Weingut Zukauf, um Sortimentserweiterungen (z. B. Village‑Weine) zu erzeugen oder Mengenschwankungen auszugleichen. Praktisch führt Zukauf oft zu einem direkteren, früher zugänglichen Stil, weil die Trauben aus verschiedenen Lagen kommen können. Qualitätsbewusste Produzenten selektieren jedoch die Zukaufs‑Trauben streng, sodass sich der eigene Stil dennoch gut erkennen lässt. Für Käufer ist wichtig, ob ein Wein als Cuvée aus Zukaufs‑Trauben deklariert ist oder als Erzeugnis aus eigenen Parzellen.