Wie unterscheiden sich ein Spätburgunder 2022 und ein Spätburgunder 2013 sensorisch und hinsichtlich der Lagerfähigkeit?
Ein Spätburgunder aus 2022 zeigt meist frische, primäre Frucht (Kirsche, Himbeere), lebendige Säure und einen zugänglichen Tanninrahmen — ideal für relativ frühes Genießen oder mittelfristige Lagerung von 5–10 Jahren. Ein 2013er hingegen hat bereits tertiäre Aromen entwickelt: Unterholz, getrocknete Beeren, Leder und würzige Noten; die Tannine sind geglättet, die Komplexität gewachsen und die Lagerfähigkeit hängt stark von Erhaltungsbedingungen ab. Ein sorgsam gelagerter 2013er kann jetzt in einem spannenden Trinkfenster sein, während frische 2022er noch Struktur und Jugend besitzen.

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