Worin liegen die typischen Stilunterschiede zwischen Burgund, Piemont, Bordeaux und der Toskana?
Burgund (Bourgogne) setzt auf Pinot Noir und Chardonnay, geprägt von feinem Terroir-Feingefühl, Eleganz und oft schlanker Säure; typische Spitzenbetriebe sind Domaine de la Romanée-Conti oder Domaine Leroy. Piemont fokussiert auf Nebbiolo (Barolo, Barbaresco) mit markanter Gerbstoffstruktur und langer Alterungsfähigkeit, Referenzbetriebe sind Gaja oder Giacomo Conterno. Bordeaux basiert auf Cabernet Sauvignon- und Merlot-betonten Assemblagen, Château Margaux oder Château Latour stehen für Struktur, Lagerpotenzial und Trockenkörper. Die Toskana vereint Sangiovese-basierte Traditionen (Chianti Classico, Brunello di Montalcino) und internationale Einflüsse wie bei Tenuta San Guido (Sassicaia) oder Antinori; Stilbilder reichen von kirschig-präziser Sangiovese-Frische bis zu opulenten, holzgeprägten Supertuscans.