Wie unterscheiden sich Rebsorten und Terroir in Burgund, Bordeaux, Piemont und Toskana?
Burgund ist geprägt von Pinot Noir (rot) und Chardonnay (weiß); dort entscheidet das Terroir auf kleinstem Raum über Stil und Qualität. Bordeaux setzt überwiegend auf Cuvées aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc mit klarer Trennung zwischen Médoc/Left Bank (cabernet‑dominiert) und Saint‑Émilion/Pomerol/Right Bank (merlotbetont). Piemont ist die Heimat des Nebbiolo (Barolo, Barbaresco) mit kräftiger Tanninstruktur und ausgeprägter Säure, geprägt von kalkhaltigen und tonigen Böden. Die Toskana basiert vor allem auf Sangiovese (Chianti, Brunello di Montalcino) und auf internationalen Rebsorten in sogenannten Super Tuscans (z. B. Cabernet‑Sauvignon‑geprägte Cuvées). Terroir, Hangneigung und mikroklima bestimmen Reife, Aromenspektrum und Alterungspotenzial jeder Region.