Was bedeutet der Begriff Spätlese genau und wie unterscheidet er sich von Kabinett oder Auslese?
Spätlese ist ein Prädikat der deutschen Weinrechtssystematik und bezeichnet Trauben, die später geerntet wurden als Kabinetttrauben und damit in der Regel höheren Reife- und Zuckergehalt besitzen. Gegenüber Kabinett ist Spätlese meist voller, oft reicher in Frucht und Süßepotenzial; gegenüber Auslese ist die Spätlese dagegen in der Regel eleganter und weniger konzentriert. Bei klassischen deutschen Erzeugern, zu denen Weingut Eduard Diehl historisch zählt, wurde dieses Prädikat für gereifte Rieslinge und gelegentlich andere Rebsorten verwendet. VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) und die gesetzlichen QbA-Regelungen beeinflussen historische und heutige Einstufungen.