Wodurch unterscheidet sich ein Burgunder Chardonnay stilistisch von einem deutschen Weißburgunder?
Burgundischer Chardonnay (z. B. aus Meursault oder Puligny‑Montrachet bei Produzenten wie Domaine Leflaive oder Louis Latour) tendiert zu dichter Textur, komplexen Aromen von Brioche, Haselnuss, Zitrus und reifer Gelbfrucht, oft getragen von feinem Holz und malolaktischer Gärung. Deutscher Weißburgunder ist meist schlanker, bietet grünfruchtige Noten (Birne, Apfel), ausgeprägte Frische und eine deutliche Mineralität. Ausbauweise (Edelholz vs. Stahltank), Klima und Terroir entscheiden über Stil; ein deutsches Weingut wie Bürklin‑Wolf kann durch gezielten Holzgebrauch aber auch sehr körperreiche Weißburgunder erzeugen.

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