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Centgrafenberg ist eine Lagenbezeichnung, die auf eine benannte Einzellage hindeutet. Einzellagen machen geschmackliche Nuancen sichtbar, weil Boden, Exposition und Mikroklima dort meist homogener sind als in Großlagen. Weingüter, die einzelne Lagen ausbauen, etwa renommierte Weingüter mit selektiver Handlese, nutzen diesen Unterschied, um spezifische Terroirnoten – etwa mineralische, erdige oder feingliedrig-fruchtige Aromen – stärker herauszuarbeiten.
Der Füllstand (Ullage) ist ein Schlüsselindikator für den Zustand gereifter Flaschen: Kategorien wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) bis hin zu MS/LS (Mid/Low Shoulder) geben Auskunft über potenziellen Sauerstoffkontakt. Ein hoher Füllstand signalisiert geringere Alterungs- oder Verdampfungsverluste. OHK steht für Original-Holzkiste und OWC für Original Wooden Case; das Vorhandensein der Originalverpackung erhöht oft die Provenienz‑Sicherheit und den Sammlerwert, weil sie Unversehrtheit und sorgsame Archivierung nahelegt.
OHK steht für Original-Holzkiste (engl. Original Wooden Case OWC oder Original Case OC). Sie dokumentiert oft die Lieferform ab Weingut und schützt Flaschen bei Transport und Lagerung. Für Sammler hat eine vollständige Originalverpackung Wertsteigerungspotenzial, da sie Provenienz und Sorgfalt belegt. In der deutschen Klassifikation tauchen daneben Begriffe wie VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) oder DRC (Domaine de la Romanée-Conti) als Abkürzungen auf — diese sollten ausgeschrieben und kontextuell geprüft werden.
Für Anlageüberlegungen zählen Reputation des Erzeugers, Einzellage, Jahrgangsqualität, Limitierung der Abfüllung und Dokumentation. Weingüter mit konsistenter Prämierung durch Kritiker wie Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS) oder Vinous (VN/AG) erzielen oft stabilere Preisentwicklung. Ebenfalls wichtig sind Nachweis der Herkunft, guter Füllstand (Ullage) und wenn möglich Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC). Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) klassifizierte Lagen können zusätzlich Orientierung bieten.
Weine aus dem Jahr 2011 haben inzwischen über ein Jahrzehnt Reifezeit hinter sich und zeigen daher oft sekundäre und tertiäre Noten: Waldboden, getrocknete Waldbeeren, feine Leder‑ und Gewürzanklänge. Bei gut strukturierten und sorgsam ausgebauten Spätburgundern lösen sich die Tannine, die Säure bleibt als Stützpfeiler erhalten, und das Bukett wird komplexer. Je nach Ausbau und Herkunft können die Weine jetzt ihre Trinkreife erreicht haben oder sich noch weiter positiv entwickeln.
Die Kurzform ‚zzgl. Versand‘ steht für ‚zuzüglich Versandkosten‘. Sie weist darauf hin, dass zum Kaufpreis noch separate Lieferkosten hinzukommen können. Für Weintransporte sind genaue Versandbedingungen wichtig: temperaturgeführte Logistik bei sensiblen Jahrgängen, Versicherung gegen Bruch und eine nachvollziehbare Versanddokumentation erhöhen die Transaktionssicherheit.
Spätburgunder (Pinot Noir) ist für seine feine Frucht, seidige Tannine und ausgeprägte Terroirprägung bekannt. Bei einer Einzellage wie Centgrafenberg wird die Herkunft von einer klar umrissenen Parzelle hervorgehoben; Winzer wie das Weingut Fuerst selektieren hier Trauben mit spezifischer Bodenstruktur und Mikroklima. Das Resultat sind oft konzentriertere Aromen, höhere Komplexität und ein größeres Alterungspotenzial als bei generischen Lagenweinen.
Für längere Lagerung sind konstante Bedingungen wichtig: 10–13 °C, luftfeucht 60–75 %, dunkel und vibrationsfrei. Flaschen stehend oder liegend je nach Korkzustand. Zum Servieren Spätburgunder bei 14–16 °C, reifere Exemplare profitieren von 30–60 Minuten Dekantieren zur Entfaltung von Aromen; feuerfeste, ballonförmige Pinot-Gläser unterstützen die Nase und das feine Tanninprofil.
Spätburgunder ist die in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Pinot Noir. Im Vergleich zu vielen Burgundern aus Frankreich zeigen deutsche Spätburgunder oft eine klarere Fruchtausrichtung, feinere Tannine und eine ausgeprägte Säurestruktur; das Spektrum reicht von leichten, fruchtbetonten Weinen bis zu dichten, terroirgeprägten Lagenweinen. Während große Burgunder‑Erzeuger wie Domaine de la Romanée-Conti (DRC) als Referenz für das Burgund gelten, interpretieren deutsche Weingüter Pinot Noir häufig mit stärkerem Fokus auf Präzision und kühle Eleganz.
Ein reifer Spätburgunder harmoniert mit gebratenem Reh oder Hirsch, Ente, Pilzrisotto, sowie gereiften Käsesorten. Dekantieren fördert die Öffnung von gereiften Aromen: leichte Verkippung in eine Karaffe 30–60 Minuten vor dem Trinken, bei sehr reifen oder fragilen Flaschen lieber kurze Belüftung (15–30 Minuten), um flüchtige Noten nicht zu verlieren. Serviertemperatur rund 14–16 °C unterstützt Geschmacksextraktion und Balance.
Gereifte Pinot-Noir‑Flaschen profitieren von konstanter Lagerung bei ca. 10–13 °C, 60–75 % Luftfeuchte und Dunkelheit. Für ältere Jahrgänge ist eine waagrechte Lagerung sinnvoll, um den Korken feucht zu halten. Viele gereifte Spätburgunder gewinnen durch vorsichtiges Dekantieren: 30–60 Minuten vor dem Servieren, bei sehr reifen Exemplaren eher kürzer, um Zerfall zu vermeiden. Bei sehr alten Flaschen empfiehlt sich das langsame Umfüllen nach Ablüften über Sedimente hinweg.
Gereifte Spätburgunder harmonieren hervorragend mit geräuchertem oder confiertem Geflügel (Ente, Gans), Wildgerichten mit reduzierten Saucen, glutinierten Pilzgerichten (Steinpilzrisotto) sowie reifem Käse. Durch die feingliedrige Säure und die feinen Tannine passen sie auch zu würzig-süßlichen Komponenten wie karamellisierten Zwiebeln oder Pilz‑Duxelles. Bei der Kombination empfiehlt sich, die Intensität von Wein und Gericht aufeinander abzustimmen.
Die Bezeichnung Centgrafenberg weist auf eine Einzellage hin — eine klar definierte Weinbergsparzelle mit eigenem Terroir. Einzellagen erlauben Rückschlüsse auf Bodentyp, Exposition und typische Stilistik. Beim Namen Centgrafenberg handelt es sich demnach um eine Qualitätsangabe, die bei Winzern wie Weingut Fuerst häufig für präzisere Weinbereitung und selektive Handlese steht.
Für die Marktliquidität zählen Produzentennamen (z. B. Weingut Fuerst), Einzellage, Jahrgangsreputation, Füllstand, Etiketten- und Korkzustand sowie Kritikerbewertungen (Robert Parker Wine Advocate RP/WA, James Suckling JS, Antonio Galloni Vinous VN). Auktionen, spezialisierte Händler und Online-Plattformen sind gängige Verkaufskanäle. Dokumentierte Provenienz, Original-Holzkiste und konservative Lagerung erhöhen Nachfrage und erzielen tendenziell bessere Preise.
Bei älteren Flaschen entscheidet der Füllstand (Ullage) über Oxidationsrisiko. Kategorien: HF (High Fill) ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei >15–20 Jahren, VHS (Very High Shoulder) erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) hohes Risiko. Ebenso wichtig: intaktes Etikett, kein Schimmel am Korken, saubere Kapsel und unauffällige Weinfarbe. Diese Merkmale geben Hinweise auf sachgemäße Lagerung und Trinkbarkeit.
Ein 2011er Spätburgunder zeigt altersbedingte Sekundär- und Tertiäraromen: statt junger Kirsch- und Himbeertöne treten getrocknete Kirsche, Waldboden, Leder, Pilznoten und nussige Nuancen hervor. Die Säure bleibt bei kühleren Jahrgängen oft präsent und verleiht Frische, während Tannin sich verfeinert. Viele Einzellagen-Spätburgunder aus 2011 sind jetzt auf dem Höhepunkt oder zeigen attraktive Trinkreife, können aber bei sehr guter Qualität noch weitere Jahre gewinnen.
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