80 €
heritage reserve
Ullage-Kategorien helfen bei der Beurteilung: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal; TS (Top Shoulder) kann bei 10+ Jahre alten Flaschen akzeptabel sein; VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf höheren Oxidationsrisiko. Bei einem Wein aus 2016 ist ein Füllstand bis TS in der Regel unbedenklich, VHS oder niedriger erfordern Vorsicht und Nachfrage nach Lagerhistorie.
Schug Wine Cellars aus Sonoma County ist primär für burgundische Sorten bekannt, bringt aber gelegentlich auch kraftvolle Cabernet Sauvignons hervor. Ein kalifornischer Cabernet Sauvignon des Jahrgangs 2016 zeigt in der Regel reife Fruchtaromen (schwarze Johannisbeere, Brombeere), dichte Tannine und konzentrierte Struktur, kombiniert mit vanille- und toastigen Noten aus Barriqueausbau. Im Vergleich zu klassischen Napa-Erzeugern wie Château Montelena oder Caymus tendiert ein Schug-Cab eher zu Eleganz statt purer Opulenz, bleibt aber stoffig genug für längere Reifung.
Der Jahrgang 2016 zählt in vielen Cabernet-Regionen zu einer stabilen, oft sehr reifen Saison. Ein gut gemachter kalifornischer Cabernet Sauvignon aus 2016 hat typischerweise 10–25 Jahre Reifepotenzial, abhängig von Ausbau und Herkunft. In den ersten Jahren dominieren dunkle Fruchtnoten (Schwarze Johannisbeere, Brombeere), Zedern- und Vanilleanklänge durch Barriqueausbau, später treten tertiäre Noten wie Leder, Tabak und Waldboden hervor. Kritikerbewertungen von Robert Parker / Wine Advocate oder Vinous können die Einordnung des Alterswerts zusätzlich präzisieren.
Ein gereifter Cabernet Sauvignon harmoniert am besten mit kräftigen, proteinhaltigen Speisen: geschmortes Rindfleisch, Lammkeule mit Kräutern, Reh oder gereifter Hartkäse. Fett- und Proteinstrukturen mildern die Gerbstoffe; Gratins, Pilzragouts oder dunkle Saucen mit reduzierter Säure ergänzen die tertiären Aromen von Leder und Tabak, die bei älteren Jahrgängen häufig auftreten. Auf zu feine, säurebetonte Gerichte sollte man verzichten, da sie die Reifetöne überdecken können.
Heritage Reserve ist in der Regel keine verbindliche Klassifikation, sondern eine marketingorientierte Bezeichnung für besonders selektierte Partien eines Weinguts. Bei Cabernet Sauvignon signalisiert sie meist eine strengere Traubenselektion, längere Fassreife und eine höhere Qualitätsintention gegenüber der Basislinie. Vergleichbare Konzepte finden sich weltweit bei Spitzenhäusern – von Château Margaux in Bordeaux bis zu Premiumproduzenten in Kalifornien – und deuten auf konzentriertere Tanninstruktur, dichteres Fruchtprofil und längeres Reifepotenzial hin.
Nicht alle kalifornischen Cabs sind Anlageobjekte. Entscheidende Faktoren sind Reputation des Weinguts, begrenzte Auflage, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und makellose Provenienz. Während Ikonen aus Napa leichter handelbar sind, sind selektive Reserve-Abfüllungen von angesehenen Häusern ebenfalls sammelwürdig — jedoch ohne Garantie für Wertsteigerung.
"Heritage Reserve" ist kein gesetzlich geschützter Begriff, sondern eine Winzerbezeichnung für besonders selektierte Parzellen oder ältere Reben und oft für eine kleine, qualitätsorientierte Abfüllung. Solche Reserve-Weine durchlaufen häufig strengere Traubenselektion und längere Fassreife; konkrete Produktionsdetails sollten über Etikett, Weingut oder technische Informationen des Erzeugers verifiziert werden.
Konstante Temperatur um 12–15 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, lichtgeschützt und vibrationsfrei sind optimal. Flaschen liegend lagern, wenn ein Naturkorken vorhanden ist. Für ein bereits neun Jahre altes Exemplar empfiehlt sich eine ruhige Klimakammer oder ein professionelles Weingeschäfts-Lager; vor Verzehr 1–2 Stunden dekantieren, um Tannine zu öffnen.
Zu einem strukturierten Cabernet passen gegrilltes oder gebratenes Rindfleisch, Lamm, geschmorte Gerichte mit dunkler Sauce, reifer Hartkäse (z. B. gereifter Cheddar) und dunkle Schokolade. Aromenintensität und Tanninstruktur verlangen fettige oder proteinreiche Begleiter, um Balance und Mundgefühl zu erzielen.
Auf Provenienz (durchgehende Lagerhistorie), intakte Etiketten, unbeschädigten Korken und Füllstand (Ullage) achten. Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) erhöhen häufig die Werthaltigkeit. Fotos der Flasche, Rechnung/Beleg und Lagerbestätigung des Verkäufers sind wichtig, um Manipulationen auszuschließen.
Die Alterung hängt von Extrakt, Säure, Tannin und Ausbau ab. Viele strukturierte kalifornische Cabernets des Jahrgangs 2016 haben ein Alterungspotential von 10–20 Jahren; Spitzenexemplare aus erstklassigen Lagen können 20+ Jahre erreichen. Vergleich mit Referenzen aus Napa (z. B. Opus One, Robert Mondavi Winery) hilft, Erwartungen zur Entwicklung von Frucht, Tannin und tertiary Aromen einzuordnen.
Kalifornische Cabernet Sauvignons zeigen oft reifere, dichtere Frucht, höhere Extraktwerte und einen ausgeprägteren Einsatz von neuem amerikanischem oder französischem Eichenholz, während Bordeaux-Weine (z. B. Château Latour, Château Lafite Rothschild) tendenziell mehr mineralische Frische, höhere Säure und ein strafferes Tanninprofil besitzen. Bordeaux-Cabernets sind klassisch auf langsame Entfaltung und Jahrzehnte lange Reife angelegt; kalifornische Spitzenweine (Opus One, Screaming Eagle) können jedoch ähnlich langlebig sein, zeigen aber häufig früher opulentere Frucht und eine andere Holzanmutung.
Grundsätzlich können bestimmte kalifornische Cabernet Sauvignons Anlegerinteresse wecken, vor allem wenn sie von renommierten Produzenten stammen, exzellente Bewertungen von Robert Parker / Wine Advocate oder Vinous erhalten haben und in limitierten Mengen abgefüllt wurden. Wichtige Kriterien sind Flaschenzustand, Füllstand, Originalverpackung (OC/OWC/OHK) und lückenlose Provenienz. Der Sekundärmarkt für kalifornische Premium-Cabs ist aktiver geworden, aber die Liquidität ist oft geringer als bei klassischen Bordeaux-Klassikern; daher empfiehlt sich eine sorgsame Due-Diligence und ggf. Beratung durch spezialisierte Weinauktionen wie Sotheby's oder Zachys.
Prüfen Sie: vollständige Provenienzdokumente, Füllstand/Ullage, intakte Etiketten und Kapseln, Originalverpackung (OC/OWC/OHK) und ob der Wein stets kühl gelagert wurde. Auktionshäuser und Händler mit transparenten Lagerbedingungen sowie neutrale Gutachten oder Laboranalysen erhöhen die Sicherheit. Achten Sie auf Kritikernoten (z. B. Robert Parker / Wine Advocate) und vergleichen Sie Preise bei mehreren Händlern. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine physische Begutachtung oder die Einholung einer unabhängigen Expertenmeinung.
Konstante, kühle Lagerung ist entscheidend: 12 ± 2 °C mit 60–75 % relativer Luftfeuchte und dunkler Umgebung sind ideal. Flaschen sollten liegend gelagert werden, um den Korken feucht zu halten. Originalverpackungen wie OC (Original Case) oder OWC (Original Wooden Case) und Original-Holzkisten (OHK) schützen vor Licht und Temperaturschwankungen und erhöhen beim Sekundärmarkt den Wert. Vermeiden Sie Temperaturschwankungen, starke Erschütterungen und direkte Sonneneinstrahlung.
Der Füllstand ist ein zentraler Indikator für den Zustand gereifter Rotweine. Typische Kategorien: HF (High Fill) – perfekter Füllstand, IN (Into Neck) – sehr gut, TS (Top Shoulder) – akzeptabel bei älteren Weinen. Bei Flaschen aus dem Jahrgang 2016 sollte ein HF oder IN-Füllstand auf eine unproblematische Lagerung hindeuten; TS kann bereits leichten Oxidationsstress anzeigen. MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) sind Warnzeichen. Prüfbar sind außerdem Korkzustand, Etikett und eventuelle Ausblühungen am Flaschenhals.
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