Wie unterscheidet sich ein Kabinett von einer Spaetlese bei Egon Muellers Riesling?
Kabinett und Spätlese sind deutsche Prädikatsstufen, die den Reifegrad der Trauben bei der Lese beschreiben: Kabinett ist leichter, mit moderater Restsüße und lebendiger Säure, Spätlese wird später gelesen, ist reifer und tendenziell konzentrierter. Bei Egon Müllers Riesling aus Spitzenlagen zeigt ein Kabinett oft filigrane Frische und große Präzision, während eine Spätlese mehr Extrakt, Fruchtintensität und Lagerfähigkeit bieten kann. Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) benutzt ergänzende Klassifikationen wie Erste Lage oder Großes Gewächs, ergänzt aber nicht die klassischen Prädikate Kabinett/Spätlese.