Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2014 und 2022 bei einem Reserve Chardonnay sensorisch und entwicklungsbedingt?
Ein 2014er zeigt nach mehrjähriger Flaschenreife oft tertiäre Noten wie Honig, geröstete Nüsse, Wachs und eine weiche, integrierte Holznote; die Säure kann sanfter wirken, die Textur runder. Ein 2022er ist dagegen typischerweise frischer, mit klarer Primärfrucht (Zitrus, grüner Apfel, weiße Blüten), ausgeprägter Säure und noch deutlich präsenter Holznote, falls Holz eingesetzt wurde. Lagerpotential hängt von Ausbau, Säure und Reifegrad der Trauben ab, weshalb beide Jahrgänge unterschiedliche Trinkfenster haben.