Was bedeutet Spätlese und wie beeinflusst sie Stil und Reifeverhalten?
Spätlese ist eine Prädikatsstufe im deutschen System und steht für später geerntete, reifere Trauben, die tendenziell höheren Zucker und konzentriertere Aromen liefern als Kabinett. Spätlesen können von trocken bis edelsüß ausgebaut werden; typisch ist jedoch eine ausgeprägte Fruchtigkeit gepaart mit präziser Säure. Dadurch besitzen gut gemachte Spätlesen exzellentes Alterungspotenzial: bei idealer Lagerung können sie 10–30 Jahre oder länger reifen, wobei sich petrolige, honigartige und getrocknet-fruchtige Noten entwickeln.

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