Sind Mosel Kabinett-Weine eine sinnvolle Anlageform auf dem Sekundärmarkt?
Generell sind Mosel Kabinett-Rieslinge weniger spekulativ als große Burgunder oder Bordeaux; Kapitalwachstum ist moderat. Ausnahmen bilden Kabinett-Exemplare aus herausragenden Lagen und von Top-Erzeugern wie Weingut Joh. Jos. Prüm, Weingut Egon Müller oder Weingut Dr. Loosen, besonders aus außergewöhnlichen Jahrgängen oder limitierten Selektionen. Wichtige Faktoren für Investitionsentscheidungen sind Lagernachweis, Ullage, Jahrgangsbewertung durch Kritiker (z. B. Vinous, Robert Parker, James Suckling) und Angebot/Nachfrage. Für konservative Sammler sind Kabinett-Weine aufgrund ihrer Trinkfreude und Lagerfähigkeit dennoch wertvoller Genuss- als reines Anlageobjekt.