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Jahrgangscharaktere beeinflussen Konzentration und Säurestruktur von Eisweinen stark. Generell bestimmen Temperaturverlauf und spätherbstliche/winterliche Frostphasen die Qualität des Eisweins, weil für Eiswein gefrorene Trauben nötig sind. Ein guter Eisweinjahrgang bietet einen gut ausbalancierten Zucker‑Säure‑Quotienten, klare Fruchtakzente und Potenzial zur Entwicklung von Honig‑ und Karamellnoten über Jahre hinweg. Für konkrete Jahrgangseigenschaften sind lokale Wetterdaten und der genaue Erntezeitpunkt ausschlaggebend.
Eiswein eignet sich exzellent zu intensiven Desserts und kräftigen Käsen: Blauschimmelkäse (z. B. Roquefort), gereifter Ziegenkäse oder Foie gras bilden klassische Kontraste. Fruchtbasierte Desserts mit Aprikose, Pfirsich oder Zitrus, sowie leichte Patisserie und Nuss‑Desserts harmonieren ebenfalls. Wegen der ausgeprägten Süße kann Eiswein auch solo als Abschluss eines Menüs genossen werden.
Empfindliche Süßweine wie Eiswein reagieren sensibel auf Erschütterungen, Temperaturschwankungen und Hitze. Beim Versand empfiehlt sich stabile Verpackung, Polsterung und gegebenenfalls Temperaturkontrolle, besonders in heißen Sommermonaten. Versicherter Versand, Sendungsverfolgung und wenn möglich verschlossene Original-Holzkisten (OHK) oder Original Case (OC) reduzieren Risiko. Beim Empfang die Flasche sofort auf äußere Schäden und Ullage prüfen.
Eiswein lagert idealerweise kühl (8–12 °C), dunkel und konstant bei circa 60–75 % relativer Luftfeuchte. Flaschen waagrecht, um den Korken feucht zu halten, und vibrationsfrei aufbewahren. Temperaturschwankungen sowie direkte Sonneneinstrahlung führen zu Qualitätsverlust. Originalverpackungen wie Original-Holzkisten (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) bieten zusätzlichen Schutz beim Transport und bei längerfristiger Lagerung.
Eiswein entsteht durch das Pressen gefrorener Trauben, wodurch Wasser als Eis zurückbleibt und nur hochkonzentrierter Most mit Zucker, Säure und Aromen gewonnen wird. Typisch sind intensive Noten von reifer Zitrusfrucht, Aprikose, Honig, kandierten Pfirsich sowie eine prägnante Säure, die die Süße ausbalanciert. Diese Kombination verleiht Eisweinen eine außergewöhnliche Konzentration und Lagerfähigkeit – ideal für Genießer, die intensive Süsse mit lebendiger Säure schätzen.
Bei gereiften Flaschen sind Füllstand (Ullage) und Korkzustand entscheidend: Bevorzugt sind High Fill (HF) oder Into Neck (IN). Top Shoulder (TS) kann bei 15–20 Jahre alten Flaschen akzeptabel sein; Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) deuten auf hohen Alterungsgrad und Oxidationsrisiko hin. Achten auf einen intakten, nicht ausgetretenen Korken, keine auslaufenden Stellen am Flaschenhals und auf klare, nicht trübe Flüssigkeit. Fotodokumentation und Provenienzangaben erhöhen die Kauf‑Sicherheit.
Eiswein kann sammlerischen Wert haben, insbesondere wenn er von renommierten Produzenten stammt, aus limitierten Partien kommt oder hohe Kritikerbewertungen besitzt. Wichtige Werttreiber sind Produzentenname, Jahrgang, Originalverpackung (OHK/OWC), dokumentierte Lagerung, Lagenherkunft und Bewertungen von Fachkritikern (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Für langfristige Wertsteigerung sind konservative Lagerung, lückenlose Provenienz und geringe Verfügbarkeit entscheidend.
Für Eiswein werden traditionell aromatische, säurebetonte Rebsorten bevorzugt, weil sie die Balance von Süße und Frische sichern. In Deutschland sind Riesling und Welschriesling häufige Kandidaten; in Franken sind zudem Silvaner und gelegentlich Müller‑Thurgau zu finden. Riesling liefert oft florale, mineralische und zitrusbetonte Profile, während Silvaner Eisweine mit eher gelbfruchtigen und nussigen Tönen erzeugt.
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