Wodurch unterscheiden sich österreichische Spätburgunder stilistisch von klassischen burgundischen Pinot Noir wie Domaine de la Romanée-Conti?
Burgundische Pinot Noirs, etwa von Domaine de la Romanée-Conti (DRC), folgen oft einer jahrhundertelangen Terroir-Tradition mit sehr fein differenzierter Bodenprägung, ausgeprägter Säurestruktur und subtiler Sekundärwürze. Österreichische Spätburgunder präsentieren sich vielfach etwas fruchtbetonter und strukturell klarer in Bezug auf Säure und Tannin, oft mit kräftigerer Fruchtausprägung durch kontinentales Klima und wärmere Lagen. Ausbauentscheidungen (Holztyp, Maischestandzeiten) und Winzerphilosophie führen zu einer Spannbreite von filigran-burgundischen Stilen bis zu dichter extrahierten, regional geprägten Interpretationen.