Wie entwickelt sich ein Shiraz aus dem Jahr 2010 sensorisch und reifetechnisch?
Ein Shiraz aus 2010 zeigt nach rund 15 Jahren häufig eine reife Balance zwischen tertiären Aromen (Ledernoten, Tabak, Unterholz) und verbliebenen dunklen Fruchtaromen (schwarze Kirsche, Brombeere). In wärmeren Regionen wie Barossa Valley oder McLaren Vale sind die Früchte tendenziell dichter und die Tannine kraftvoller; klassische Syrah‑Erzeuger aus der nördlichen Rhône (z. B. E. Guigal, Jean‑Luc Jamet) tendieren zu stärker würzigen, pfeffrigen Noten. Spitzenhäuser wie Penfolds (Grange), Henschke (Hill of Grace) oder Torbreck (RunRig) dienen oft als Referenz: kräftige Struktur, gutes Reifepotenzial und eine lange, würzige Länge. Bei älteren Shiraz‑Weinen ist die Textur genauso wichtig wie Bouquet und Säurebalance; reife Tannine sollten weich, aber präsent bleiben.

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