370 €
Privatverkauf. Zustand und Lagerung perfekt. 2x vorhanden.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Begriffe kennzeichnen die ursprüngliche Versand- bzw. Aufbewahrungsverpackung des Weins. Originalverpackung ist auf dem Sekundärmarkt wichtig, weil sie die Provenienz stärkt, die Lagerhistorie belegt und oft den Wiederverkaufswert erhöht. Besonders bei raren oder hochpreisigen Burgundern kann das Vorhandensein der OHK/OWC/OC einen spürbaren Einfluss auf Preis und Käufervertrauen haben.
Ladoix ist eine kleine Appellation in der Côte de Beaune im Burgund, unmittelbar nördlich von Aloxe-Corton und am Fuß des Corton-Hügels. Die Böden sind häufig kalkmergelig mit Anklängen von Ton und Tonmergel, weshalb hier sehr charaktervolle Pinot Noir mit klarer Frucht, mineralischer Struktur und oft feinkörnigen Tanninen entstehen. Sowohl village- als auch premier-cru-Lagen aus Ladoix profitieren von guter Exposition und Nähe zu den großen Corton-Lagen.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case — Begriffe, die belegen, dass Flaschen in ihrer urspruenglichen Versandverpackung gelagert wurden. Original-Holzkisten sind für Sammler und den Sekundaermarkt wichtig, weil sie Provenienz, schonende Lagerung und oft einen hoeheren Wiederverkaufswert unterstuetzen. Besonders bei rareren Burgund-Weinen ist die Vollstaendigkeit (z. B. 6er- oder 12er-Kiste) ein Qualitaetskriterium fuer Auktionshäuser und private Käufer.
Der Jahrgang 2019 gilt in großen Teilen Burgunds als warm und sehr reif, mit konzentrierten Fruchtaromen, dichter Struktur und oft zugänglichen Tanninen. In Ladoix führt das zu klar geprägten Pinot-Noir-Weinen mit reifer Kirsche, roten Beeren und guter Substanz; die feinere Säure ist meist erhalten, sodass sich viele Weine sowohl früh genießen als auch mehrere Jahre ausbauen lassen. Wie immer entscheidet Produzentenstil über Frische versus Extrakt, deshalb bieten 2019er aus renommierten Erzeugern besonders interessantes Alterungspotenzial.
Ladoix gehört zur Côte de Beaune in Burgund und liefert vor allem charaktervolle Pinot-Noir-Weine sowie einige klare Chardonnay-Interpretationen. Typisch sind denkbar feinkörnige Kalk- und Mergelböden mit mineralischen Noten, eine strukturierte, aber oft elegante Tanninstruktur und Aromen von roten Beeren, Kirsche, feinen Gewürzen und erdigen Untertönen. Die Nähe zu den Gewächsen von Corton bringt manchmal mehr Körper und Standvermögen als bei vielen anderen Côte-de-Beaune-Lagen. Gerade für Sammler sind Ladoix-Weine interessant, weil sie lagerfähig sind, terroirtypisch altern und sowohl Frische als auch Reifepotenzial verbinden.
Pinot Noir aus Ladoix profitiert von einer Serviertemperatur zwischen 14 und 16 °C; leichteres Kuehlen vor dem Einschenken hebt die Frische, zu warme Temperaturen verschleiern Eleganz. Jüngere, kraftvolle 2019er zeigen mit 30–90 Minuten Dekantierzeit oft mehr Klarheit und Aromaentfaltung; sehr elegante oder sehr alte Flaschen sollten hingegen nur vorsichtig dekantiert oder direkt aus dem Stielglas genossen werden. Kombinationspartner sind Geflügel, Wildgerichte mit feiner Sauce und pikante Käsevariationen, die die feine Frucht und die mineralische Struktur ergänzen.
Ein gut gemachter Ladoix aus 2019 kann je nach Lage und Ausbau zwischen etwa 5 und 20 Jahren Trinkreife bieten; Village-Abfüllungen sind oft früher zugänglich, Premier-Cru- oder klassifizierte Parzellen reifen länger. Entscheidende Faktoren sind Säure, Tanninstruktur, Extrakt sowie Ausbau (Holz versus Stahl) und die Provenienz bzw. Lagergeschichte. Kühle, konstante Lagerung bei 11–14 °C, moderate Luftfeuchte und dunkle Bedingungen verlängern das positive Reifepotenzial deutlich.
Der Füllstand oder Ullage wird an der Höhe des Weins im Hals und an der Schulter der Flasche beurteilt: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind bei jüngeren Flaschen ideal, TS (Top Shoulder) ist bei älteren bottlingen noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf zunehmende Oxidation oder Problem mit dem Korken hin. Bei einem 2019er erwarten Sammler in der Regel HF/IN; sichtbare Abweichungen sollten dokumentiert werden, da sie Rückschlüsse auf Lagerung und Trinkbarkeit zulassen.
Für hochwertige Burgunder empfiehlt sich eine Serviertemperatur zwischen 14 und 16 °C: kühler als Zimmertemperatur, damit Frische und Eleganz erhalten bleiben. Jüngere 2019er-Pinot-Noir-Weine profitieren oft von leichtem Belüften (20–60 Minuten Dekantieren), um etwas enge Fruchtnoten zu öffnen; sehr gereifte Exemplare sollten vorsichtig und nur kurz dekantiert oder direkt aus der Flasche serviert werden, um fragile Aromen nicht zu verlieren. Ein kurzer Sicht- und Geruchstest nach dem Öffnen hilft, die richtige Dauer des Dekantierens zu bestimmen.
‚Le Cloud‘ ist als Bezeichnung eines Lieu-dit oder Klimas zu verstehen: kleine, klar abgegrenzte Parzellen, die oft historisch gewachsene Boden- und Mikroklimavarianten abbilden. In Burgund werden Weine zunehmend nach solchen Einzellagen benannt, weil sie spezifische Aromen, Mineralität und Struktur prägen. Ein Wein, der einen Lieu-dit wie ‚Le Cloud‘ trägt, signalisiert in der Regel eine stärkere Herkunftscharakteristik und damit eine größere Aussagekraft über Boden, Exposition und Winzerentscheidungen gegenüber generischen Ortsweinen.
Der Jahrgang 2019 in Burgund gilt als warmer, reifer Jahrgang mit hoher Konzentration und grundsätzlich guter Qualität. Für Pinot Noir bedeutete das oft vollere Frucht, reife Tannine und eine etwas frühere Trinkreife als in kühleren Jahrgängen, zugleich aber auch Weine mit guter Substanz für mittellange bis lange Lagerung. Bei einem Ladoix aus 2019 kann man deshalb eine ausgeprägte Fruchtintensität, satte Farbe und ein rundes Mundgefühl erwarten; die Balance zwischen Reife und Frische hängt stark von der Parzelle und dem Ausbau ab.
Weingüter in Ladoix, darunter Traditionsbetriebe wie Domaine Prieure Roch, arbeiten häufig mit Pinot Noir, der Präzision, mineralische Noten und eine fein strukturierte Frucht zeigt. Typisch sind moderater Holzeinsatz zur Unterstützung der Struktur, klare Fruchtfocus und eine Balance zwischen Frische und Reife. Kleinserien und unterschiedliche Parzellenbetonung führen dazu, dass village- und premier-cru-Flaschen deutlich differieren können, weshalb Herkunftslage und Ausbau wichtig sind.
Sekundaerwert von Burgund hängt stark von Produzent, Lage, Jahrgangsreputation und Provenienz ab; Spitzenweine können attraktive Werststeigerungen zeigen, waehrend village-Abfuellungen volatil bleiben. Achten sollte man auf lückenlose Herkunftsdokumente, einwandfreie Füllstände, Originalverpackungen (OHK/OC/OWC) und eventuelle Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate oder Vinous), da diese den Marktpreis beeinflussen. Bei Vergleichen sind Referenzobjekte wie Flaschen von Domaine de la Romanée-Conti (Domaine de la Romanée-Conti) hilfreich, um Marktmechanismen in der Kategorie Burgund zu verstehen.
Ein burgundisches Weingut wie Domaine Prieure Roch interpretiert Pinot Noir in der Regel mit Fokus auf Terroir und Feinheit: ausgeprägte Fruchtkonzentration, Filigranität in der Textur, differenzierte Säurestruktur und ein ausgeprägtes Aromenspektrum von roten Früchten über Kräuterwürze bis hin zu erdigen Nuancen. Solche Domaines setzen oft auf selektive Handlese und fein abgestimmte Kellertechnik, um die Herkunft der einzelnen Lagen herauszuarbeiten. Je nach Lage kann die Stilistik von sehr zugänglichen, früh trinkreifen Exemplaren bis zu fassgeprägten, langlebigen Weinen mit großem Reifepotenzial reichen.
Auf dem Sekundärmarkt zählen Provenienz, Lagerbedingungen, Füllstand, Etiketten- und Kapselzustand sowie unabhängige Authentifizierung. Kritikerbewertungen wie Robert Parker / Wine Advocate (RP / WA), Vinous (VN) oder Jancis Robinson können Preis und Nachfrage stark beeinflussen. Bei Burgundern sind außerdem die genaue Lageneinteilung, Flaschenformat (0,75 l Standard, Magnum 1,5 l etc.) und vorhandene Originalverpackungen (OHK/OWC) relevant. Käufer sollten Dokumentation zur Lagerung verlangen und im Zweifel auf Händler mit guter Reputation zurückgreifen, da Fälschungen und unsaubere Lagerung bei hochpreisigen Flaschen das Risiko erhöhen.
Der Füllstand (Ullage) ist ein entscheidender Indikator für die Flaschenreife. HF (High Fill) bedeutet einen sehr guten Füllstand, IN (Into Neck) ist ebenfalls sehr gut, TS (Top Shoulder) gilt als akzeptabel bei Weinen, die älter als 15–20 Jahre sind. VHS (Very High Shoulder) zeigt erste Oxidationsanzeichen, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Risiko eines beschädigten Weins hin. Bei Burgundern gehört die Sichtprüfung des Füllstands zur Kaufprüfung: ein gleichmäßig hoher Füllstand und ein intaktes Korkbild sind positive Signale für Lagerung und Qualitätserhalt.
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