290 €
3 Liter in OHK
Wein kann als alternative Anlage dienen, besonders Flaschen großer Produzenten, renommierter Weingüter, Château oder Domaine. Wichtige Kriterien: dokumentierte Provenienz, Zustand der Flasche (Ullage, Etikett, Kapsel), Vorhandensein der Original‑Holzkiste, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker, Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und Marktnachfrage. Risiken umfassen Lagerkosten, Illiquidität, Fälschungen und Schwankungen auf dem Sekundärmarkt. Diversifikation, professionelle Lagerung und Absicherung durch Versicherung sowie Beratung durch seriöse Händler oder Auktionatoren reduzieren Risiken.
OHK steht für Original‑Holzkiste. Eine Original‑Holzkiste dokumentiert die Provenienz und verbessert den Wiederverkaufswert, weil sie oft vom Weingut zur sicheren Lagerung und zum Versand genutzt wurde. Für Händler, Auktionshäuser und Sammler ist die OHK ein Indikator für schonende Lagerung und vollständige Dokumentation: Etikett, Kapsel und Kartonage lassen sich leichter vergleichen. Die Kiste schützt zusätzlich vor Licht und Stößen, ist aber selbst pfleglich zu behandeln (keine Feuchtigkeit, keine Schädlingsbefall).
Die Bezeichnung Doppelmagnum (abgekürzt oft DMG oder DM) steht für ein 3‑Liter‑Flaschenformat. Größere Flaschen wie Doppelmagnum reifen in der Regel langsamer und gleichmäßiger als Standardflaschen (0,75 l): die Oxidation verläuft langsamer, Tannine und Aromen integrieren sich über längere Zeit. Für Sammler und Weingüter sind Doppelmagnums attraktiv, weil sie bei gereiftem Wein oft eine bessere Entwicklungsbalance zeigen. Praktisch ist außerdem der optische Eindruck bei Festen oder in einer Kleinen Sammlung; nachteilig sind Gewicht, Transportaufwand und bei geöffneten Doppelmagnums der höhere Restwert einer angebrochenen Flasche.
Ein Wein aus dem Jahrgang 2002 sollte individuell beurteilt werden, da Jahrgänge je nach Region und Produzent sehr unterschiedlich altern. Bei hochwertigen Weinen von namhaften Weingütern, Château oder Domaine gilt: 2002 kann heute in der Phase der Trinkreife oder bereits leicht darüber liegen, abhängig von Herstellungsstil, Rebsorte und Flaschengröße. Entscheidende Faktoren sind Lagerbedingungen, Füllstand (Ullage) und Provenienz. Empfehlung: Bei Investitionsinteresse Kurz- oder Langzeitbewertungen einholen und bei Bedarf eine professionelle Sensorikprobe oder Analyse der Flaschenzustände veranlassen.
Optimal lagern große Flaschen in der OHK oder horizontal in stabilen Regalen bei konstanter Temperatur (10–14 °C), 60–75 % relativer Luftfeuchte, ohne direkte Sonneneinstrahlung und mit minimalen Vibrationen. Beim Transport sollten Doppelmagnums gut gepolstert und stehend fixiert werden; die Original‑Holzkiste bietet hier zusätzlichen Schutz. Vor dem Servieren Flasche aus dem Kühllager langsam an die Serviertemperatur heranführen (rot: 14–18 °C, weiß: 10–12 °C, je nach Stil) und bei Bedarf vorab öffnen, um die Aromen zu entfalten.
Ullage beschreibt den Füllstand einer Flasche relativ zum Hals. Wichtige Begriffe: HF (High Fill) – perfekter Füllstand; IN (Into Neck) – sehr guter Füllstand im Hals; TS (Top Shoulder) – akzeptabel bei >15–20 Jahren; VHS (Very High Shoulder) – erste Oxidationsanzeichen möglich; MS/LS (Mid/Low Shoulder) – erhöhtes Risiko für gesteigerte Oxidation oder Verderb. Bei einer 2002er‐Flasche ist IN oder besser wünschenswert; TS kann noch akzeptabel sein, VHS, MS oder LS erfordern genauere Prüfung und reduzieren Marktwert bzw. Trinkgarantie.
Prüfung der Provenienz umfasst: lückenlose Lieferkette (Weingut, Händler, Lagerbelege), Übereinstimmung von Etikett, Rücketikett, Kapsel und Korken sowie der Zustand der Original‑Holzkiste. Bei Château, Weingut oder Domaine‑Weinen sind Archivdokumente oder Rechnungen hilfreich. Experten nutzen Mikroskopie der Etiketten, Seriennummern auf Kapseln oder Füllstandsbewertung. Im Zweifel professionelle Expertise oder ein Gutachten von Auktionatoren und zertifizierten Weinprüfern in Anspruch nehmen. Fotos von Etikett und Kapsel mit historischen Referenzen abgleichen.
Große Formate wie Doppelmagnum reifen langsamer durch ein günstigeres Verhältnis von Flüssigkeit zu Kopfraum und Korkkontakt. Das Ergebnis ist oft feinere Integration von Aromen. Beim Servieren gilt: Doppelmagnums können Sedimente gleichmäßiger halten, aber wegen ihrer Größe ist das Dekantieren anspruchsvoller. Empfehlung: Vor dem Öffnen aufrecht stellen, um Sedimentabsatz zu fördern; langsam in ein großes Dekantiergefäß umgießen und bei Bedarf mit einer Lampe oder Lichtquelle kontrollieren. Bei besonders gereiften Exemplaren längeres, schonendes Dekantieren oder vorsichtiges Umfüllen ist ratsam.
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