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cammini via nuova
Barolo ist eine DOCG des Piemont, die ausschließlich aus der Rebsorte Nebbiolo hergestellt wird. Typisch sind intensive, tanninbetonte Weine mit floralen Aromen (Rosen, Veilchen), roten Früchten, Leder und trüffeligen Noten. Nach den gesetzlichen Vorgaben reift ein einfacher Barolo mindestens 38 Monate, davon mindestens 18 Monate in Holz; ein Barolo Riserva verlangt längere Fässer- und Flaschenreife. Die Struktur von Nebbiolo verleiht Barolo hohe Alterungspotenziale – Spitzenexemplare aus Produzenten wie Giacomo Conterno, Bartolo Mascarello, Bruno Giacosa oder Paolo Scavino entwickeln sich oft über Jahrzehnte.
Wichtige Barolo-Gemeinden sind La Morra, Barolo, Monforte d’Alba, Serralunga d’Alba und Castiglione Falletto; bekannte Einzellagen sind Cannubi, Brunate, Rocche dell’Annunziata und Monprivato. Renommierte Erzeuger, deren Weine oft als Referenz gelten, sind Giacomo Conterno (u. a. Monfortino), Bartolo Mascarello, Bruno Giacosa, Elio Altare und Paolo Scavino. Diese Namen stehen für unterschiedliche Stilistik und Qualitätsansprüche – von traditionell-elegant bis modern-intensiv – und sind deshalb nützlich beim Vergleich und bei der Bewertung von Barolo-Flaschen.
Bezeichnungen wie ‚Via Nuova‘ oder ‚Cammini‘ verweisen häufig auf eine Lage, einen Weinberg, eine historische Adresse oder eine besondere Parzelle und sollen Herkunft und Terroir stärker hervorheben. In Barolo sind klassische Cru-Namen (z. B. Cannubi, Brunate, Rocche dell’Annunziata) sehr aussagekräftig; kleinere Orts- oder Straßennamen auf dem Etikett deuten ähnlich auf eine eng umgrenzte Herkunft hin. Prüfbar ist das anhand von Produzenteninformationen oder Lagenkarten der Region.
Die Angabe 2017 beschreibt den Jahrgang der Traubenlese und liefert einen Anhaltspunkt für Reife und Alterung. Barolo-Jahrgänge benötigen meist mehrere Jahre Flaschenreife, bevor sich Tannin, Säure und Aromen harmonisch verbinden. Für viele Barolos bedeutet das: frühestens nach 6–10 Jahren subtilere Trinkreife, Spitzenflaschen können 15–30 Jahre und länger reifen. Lagerbedingungen (konstante 12–14 °C, Dunkelheit, 60–75 % Luftfeuchte) bestimmen die Entwicklung stärker als das Etikett allein.
Barolo hat historisch sowohl sammlerische als auch investive Relevanz, besonders für renommierte Produzenten und berühmte Einzellagen. Entscheidende Kriterien sind Produzentennamen (z. B. Giacomo Conterno, Bruno Giacosa, Bartolo Mascarello), Jahrgangsqualität, Bewertung durch Kritiker (Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous), Rarität und Lagerfähigkeit. Wichtige Risiken: Marktvolatilität, Lagerkosten und Provenienzstreitigkeiten. Für nachhaltige Investments empfiehlt sich Diversifikation, Kauf über etablierte Händler und Beachtung von Lager- und Versteigerungsgebühren.
Lagen- und Weinbergennamen wie Via Nuova oder Cammini weisen auf spezifische Parzellen oder lokale Toponyme hin, die Mikroklima, Exposition und Bodenbeschaffenheit charakterisieren. In Barolo können solche Einzellagen – vergleichbar mit Crus – deutliche Stilunterschiede liefern. Produzenten wie Sandrone, Paolo Scavino oder Aldo Conterno nutzen Lagenangaben, um Herkunftsspezifik zu betonen; bei der Bewertung helfen Kenntnisse über Hangneigung, Boden (Mergel, Sand, Kalk) und die historische Reputation der Lage.
EP (En Primeur) bezeichnet den Vorverkauf junger Weine, meist direkt nach der Fassprobe, bevor sie abgefüllt werden. Käufer erwerben Ware zu einem frühen Zeitpunkt oft zu günstigeren Preisen, tragen aber Lager- und Lieferzeiten sowie ein gewisses Qualitäts- und Reife-Risiko. Der direkte Kauf fertiger Flaschen bietet sofortige Verfügbarkeit, transparente Füllstände und nachvollziehbare Provenienz. Im Barolo-Umfeld empfiehlt sich bei En Primeur die Wahl renommierter Produzenten und das Verständnis, dass EP-Angebote anders bewertet werden als gereifte Abfüllungen.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case – Angaben, die Auskunft über die Lieferverpackung geben und für Sammler sowie beim Wiederverkauf relevant sind. EP bedeutet En Primeur: der Kauf von Wein während der Fassreife, noch vor der Abfüllung. Solche Kürzel sind wichtige Hinweise auf Provenienz, Verpackungsstatus und manchmal auf den Preisbildungsprozess im Handel.
Reife Barolos profitieren in der Regel vom Dekantieren: junge, tanninreiche Exemplare 2–4 Stunden, ältere und sehr gereifte Flaschen 30–60 Minuten, um Depot vorsichtig zu trennen. Serviertemperatur 16–18 °C; zu warme Temperaturen betonen Alkohol und Tannin, zu kalt werden Aromen gedämpft. Empfohlen sind große Burgunder- oder Bordeauxkelche aus dünnwandigem Glas, um das dichte Aromenbild zu öffnen.
Barolo kann langfristig werthaltig sein, besonders Weine aus renommierten Produzenten und berühmten Lagen mit guten Kritikernoten. Auf dem Sekundärmarkt zählen vor allem: dokumentierte Provenienz, Lagerung unter konstantes Bedingungen, Punktbewertungen von Kritikern (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, Jancis Robinson, James Suckling) und die Verfügbarkeit von Originalverpackungen. Seltene Jahrgänge und limitierte Abfüllungen steigern die Nachfrage; dennoch ist Weininvestment volatil und erfordert Expertise in Herkunft, Lagerung und Marktzyklen.
DOCG steht für Denominazione di Origine Controllata e Garantita und ist die höchste italienische Qualitätsstufe. Für Barolo garantiert DOCG Vorschriften zu Rebsorte (Nebbiolo), Mindestalkohol, Reifezeiten (klassisch lange Fass- bzw. Flaschenreifung) und Herkunft. Die Einstufung schützt traditionelle Produktionsmethoden und hilft Verbrauchern, authentische Baroli von geringer qualität zu unterscheiden. Viele Spitzenweingüter wie Giacosa, Conterno oder Mascarello profitieren durch strenge Kontrollen dieser Klassifikation.
Ullage ist ein zentraler Qualitätsindikator bei gereiften Weinen: High Fill (HF) und Into Neck (IN) sind ideal, Top Shoulder (TS) bei älteren Flaschen noch akzeptabel. Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) deuten auf stärkeren Flüssigkeitsverlust und erhöhtes Oxidationsrisiko; Very High Shoulder (VHS) ist kritisch. Weitere Faktoren sind intakte Etiketten, originales Verkorkungsbild, saubere Flasche ohne Leckagen und nachvollziehbare Provenienz. All diese Punkte beeinflussen sowohl Trinkqualität als auch den Marktwert.
Barolo sollte leicht unter Zimmertemperatur bei etwa 16–18 °C serviert werden. Reifere Exemplare profitieren von schonendem Dekantieren (30–90 Minuten), sehr alte Flaschen eher kürzer dekantieren, um Aromen zu bewahren. Foodpairing-Klassiker sind piemontesische Gerichte wie Brasato al Barolo, Pilzgerichte, kräftige Pasta (Tajarin mit Ragù) oder gereifter Käse. Produzenten wie Vietti oder Paolo Scavino zeigen, wie sich Stil und Speisebegleitung je nach Ausbau unterscheiden können.
Barolo-Weine, abhängig vom Produzenten und der Lage, haben typischerweise ein Alterungspotenzial von 10 bis 30+ Jahren. Faktoren wie Qualität der Trauben, Extrakt, Tanninstruktur, Säure, Eichenbehandlung und die spezifische Lage (z. B. Cannubi vs. Serralunga) bestimmen die Reifeentwicklung. Top-Erzeuger wie Giacomo Conterno, Bruno Giacosa oder Aldo Conterno bringen Baroli hervor, die oft deutlich länger brauchen, um ihr Maximum zu erreichen. Jüngere Trinkfenster sind möglich bei leichteren Lagen oder moderaterem Ausbau; gereifte Baroli profitieren von längerer Dekantierzeit.
Barolo ist ein DOCG-Wein aus dem Piemont, vinifiziert aus der Rebsorte Nebbiolo. Typisch sind kräftige Tannine, hohe Säure und ein komplexes Aromenspektrum von Rosen und Teer über rote Früchte bis zu Leder und Trüffel mit Entwicklungspotenzial über Jahrzehnte. Innerhalb der Barolo-Zone prägen verschiedene Gemeinden wie La Morra, Serralunga d'Alba, Monforte d'Alba oder Castiglione Falletto den Stil: La Morra liefert oft frühere, fruchtigere Weine, Serralunga d'Alba eher strukturierte, langlebige Baroli. Große Produzenten wie Giacomo Conterno, Bruno Giacosa, Bartolo Mascarello oder Vietti demonstrieren diese stilistischen Unterschiede eindrücklich.
Beim Kauf gereifter Baroli sind Füllstand (Ullage), Korkzustand und lückenlose Provenienz zentral. Ideale Füllstände sind HF (High Fill) oder IN (Into Neck); TS (Top Shoulder) kann bei älteren Flaschen akzeptabel sein, MS/LS (Mid/Low Shoulder) erhöht das Risiko. Eine lückenlose Lagerhistorie in konstanter, kühler Umgebung reduziert Oxidationsrisiken. Provenienznachweise, Original-Holzkisten (OHK/OWC) oder Händler mit gutem Ruf verringern Unsicherheiten. Seriöse Weinhändler prüfen zudem Verkostungsnotizen und konservieren Alterungsdaten zu Referenz.
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