200 €
drei Liter Flasche
Als Stilreferenzen gelten Château Cheval Blanc und Château Ausone aufgrund ihrer Finesse, komplexen Cabernet‑Franc‑Komponenten und außergewöhnlichen Langlebigkeit. Château Pavie und Château Angélus repräsentieren oft kraftvollere, tanninreiche Interpretationen mit dichter Frucht und viel Extrakt. Diese Weingüter liefern gute Anhaltspunkte für Struktur, Reifeverhalten und Ausbauphilosophien der Region: von mineralischer Eleganz bis zu üppiger, konzentrierter Reife.
Wesentlich sind dokumentierte Provenienz und Lagerhistorie, intakter oder professionell dokumentierter Kork, akzeptable Ullage, unversehrte Etiketten und Kapsel sowie unabhängige Prüfungen bei sehr hohen Summen. Prüfen Sie Auktionsarchive und Händleraufzeichnungen für Vergleichspreise, holen Sie bei Unsicherheit Gutachten ein und lassen Sie sich von etablierten Auktionshäusern oder spezialisierten Weinhandlungen beraten. Seien Sie wachsam gegenüber Rekorkungen und Fälschungen; Zertifikate und physische Inspektion vor dem Kauf minimieren Risiken.
Klassifikationen schaffen Wahrnehmung und Marktdifferenzierung: Premiers und Grand Cru Classé genießen höhere Nachfrage, stabilere Preise und oft bessere Analystenbewertungen. Periodische Neubewertungen der Saint‑Emilion‑Klassifikation können Preise kurzfristig bewegen, langfristig bleiben jedoch Terroir, Produzent wie Château Cheval Blanc oder Château Ausone, Jahrgangsqualität und Provenienz die wichtigsten Werttreiber.
‚Château‘ steht im Bordeaux für ein Weingut oder Anwesen, das Wein vom eigenen Terroir erzeugt und in der Regel innerhalb eines abgegrenzten Weingartens keltert. Zwischen Châteaux bestehen große Unterschiede in Terroir, Weinbergsmanagement und Kellertechnik; während Château Ausone für extrem kleine Parzellen und Finesse bekannt ist, repräsentieren andere Häuser größere Produktionsvolumina oder andere Stilrichtungen. Die Klassifikation des Châteaus (z. B. Grand Cru Classé) ist ein zusätzliches Qualitätskriterium, das Sammler und Käufer zur Einschätzung heranziehen.
Eine Jahreszahl auf dem Etikett kann unterschiedliche Bedeutungen haben: am häufigsten gibt sie das Jahr der Lese (Jahrgang) an, sie kann aber auch Gründungsjahr des Gutes oder einen anderen historischen Bezug darstellen. Zur eindeutigen Interpretation helfen Formulierungen wie ‚mis en bouteille au château‘ (abgefüllt im Weingut) oder ergänzende Etikettenangaben; bei Unsicherheit sollten Katalogangaben, Historie des Châteaus oder Etikettendetails konsultiert werden.
Provenienznachweise (Rechnungen, Lagerbestätigungen) steigern Vertrauen und Preis. Originalverpackungen wie OHK (Original‑Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case) wirken sich positiv auf den Marktwert aus, weil sie Schutz und Authentizität signalisieren. Flaschenzustand (Etikett, Kapsel, Füllstand) sowie eindeutige Identifikation des Weinguts und des Jahrgangs sind Schlüsselfaktoren für die Handelbarkeit und den erzielbaren Preis.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case – alles Begriffe, die belegen, dass eine Flasche noch in ihrer originalen Transport- oder Präsentationsverpackung geliefert wurde. Solche Verpackungen sind für Sammler und den Sekundärmarkt relevant, weil sie Provenienz, eventuell schonende Lagerung und höheren Wiederverkaufswert signalisieren können. Andere wichtige Abkürzungen in der Weinwelt sind VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter), EP (En Primeur) oder die Bewertungsskalen von Kritikern wie Robert Parker (RP) oder Vinous (VN).
Saint-Emilion steht für kalkhaltige Kuppen, tonige und lehmige Parzellen sowie gut durchlässige Kiesböden: ideale Bedingungen für merlotbetonte Assemblagen mit Cabernet Franc. Bedeutende Châteaux wie Château Cheval Blanc, Château Ausone, Château Angelus und Château Pavie prägen das Appellationsprofil und zeigen, wie stark einzelne Lagen und Terroirs Stil und Reifepotenzial beeinflussen. Die Saint-Emilion-Klassifikation (Premier Grand Cru Classé A/B, Premier/Grand Cru Classé) gibt zusätzlich Orientierung über Qualitätsstufen und typische Ausbaukonzepte.
Wichtige Kriterien sind Reputation und Klassifikation des Châteaus, Jahrgangsqualität, Flaschenzustand (Etikett, Kork, Ullage), Format (große Formate sind oft gefragter) sowie belegbare Provenienz. Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und Auktionsresultate liefern Marktindikatoren; vergleichbare Verkaufspreise für Châteaux wie Château Ausone oder Cheval Blanc geben zusätzliche Orientierung. Langfristige Wertentwicklung hängt stark von Seltenheit, Lagerfähigkeit und Nachfrage bei Sammlern ab.
Eine drei Liter Flasche, oft Doppelmagnum genannt (3,0 L / DM), altert wegen des geringeren Verhältnis von Luft zu Wein tendenziell langsamer und gleichmäßiger als Standardflaschen, was zu einer feineren Reifeentwicklung führen kann. Für Lagerung gelten dieselben Grundregeln wie für jede hochwertige Flasche: konstant kühl (idealerweise 10–14 °C), dunkel, leicht feucht und erschütterungsfrei; zusätzlich ist der Platzbedarf größer und Umschichtungen bei Auktionen bzw. Transport anspruchsvoller.
Temperatur leicht kuehlen auf etwa 16–18 °C und vor dem Einschenken kurz prüfen: bei starkem Sediment sehr schonend dekantieren und durch ein feines Sieb geben, bei sehr alten, fragilen Flaschen oft nur ruhig austrinken ohne heftig zu belueften. Jüngere, kraftvollere Saint‑Emilion profitieren von 30–90 Minuten Luftkontakt; gereifte Spitzenweine von Château Pavie oder Château Angelus sollten behutsam behandelt werden, um die feine Aromatik zu bewahren.
Gereifte Saint-Emilion-Weine profitieren von vorsichtigem Öffnen und behutsamem Dekantieren, sobald Sedimente vorhanden sind. Temperaturempfehlung liegt bei etwa 16–18 °C; dekantieren Sie langsam und insereiveren Sie in ein klares Dekantiergefäß, um Luftkontakt zu kontrollieren — bei sehr alten Weinen kann stattdessen eine kurze Karaffierung oder sogar nur ein ruhiges Absetzen nach dem langsamen Öffnen sinnvoller sein. Passende Gläser mit bauchiger Form und leicht verengter Öffnung fördern Aromenkonzentration.
Ullage beschreibt den Abstand zwischen Weinoberfläche und Flaschenverschluss und ist ein wichtiger Indikator für Oxidationsrisiko. Gängige Kategorien sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder). Bei älteren Bordeaux gelten IN bis TS oft als akzeptabel; VHS, MS oder LS deuten auf erhöhtes Alterungs- oder Lagerungsrisiko hin und können sowohl Trinkbarkeit als auch Marktwert beeinflussen.
Neben verlangsamter Reifung minimieren große Formate Flaschenvariationen und Oxidationsrisiken, was die Wahrscheinlichkeit einheitlicher Reife erhöht. Sammler schätzen 3‑Liter‑Flaschen für repräsentative Präsentation bei Events und für langfristige Investments, da sie seltener produziert werden und auf dem Sekundärmarkt oft eine höhere Nachfrage haben. Gleichzeitig bleiben Lagerbedingungen und Provenienz entscheidend für Werterhalt und Genussqualität.
Konstante Temperatur von etwa 12–14 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, dunkel, vibrationsfrei und horizontal gelagert für Korkkontakt sind die Grundlagen. Große Formate benötigen dieselben Parameter; wegen ihres Gewichts auf stabile Lagerregale achten. Originalverpackungen wie Original‑Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) schützen zusätzlich vor Licht und Temperaturschwankungen und erhöhen oft den Sammlerwert.
Original-Holzkiste (OHK), Original Wooden Case (OWC) oder Original Case (OC) sind für Sammler wichtige Provenienzmerkmale, da sie oft auf sorgfältige Lagerung und vollständige Erhaltung hinweisen. Eine originale Verpackung erhöht in der Regel die Attraktivität und den Marktwert, weil sie Authentizität und lückenlose Herkunft dokumentieren kann, insbesondere bei älteren Flaschen oder speziellen Jahrgängen.
Große Formate reifen langsamer und gleichmäßiger als 0,75‑Liter‑Flaschen, weil das relative Verhältnis von Luft im Hals zur Weinmenge geringer ist. Eine 3‑Liter‑Flasche (Doppelmagnum) bietet daher oft bessere Langzeitstabilität und kann Flaschenfehler verzögert auftreten lassen — besonders vorteilhaft bei langlebigen Bordeaux und gereiften Saint‑Emilion‑Weinen. Für optimale Entwicklung gilt weiterhin: konstante Temperatur, moderate Luftfeuchte und schützende Originalverpackung unterstützen die positive Wirkung großer Formate.
Große Formate sind seltener und bei Sammlern begehrt, was häufig zu einem Preisaufschlag pro Liter gegenüber Standardflaschen führen kann. Vorteile: attraktive Präsentation, längere Lagerfähigkeit und hoher Sammlerwert. Nachteile für den Handel: höhere Versand- und Versicherungskosten, begrenzte Nachfrage bei Privaten, Lagerplatzbedarf und mögliche Unsicherheit bei Sensorikvergleichen mit Standardflaschen. Auktionshäuser und spezialisierte Händler sind übliche Vertriebskanäle für solche Formate, die eine lückenlose Provenienz und fachgerechte Lagerung voraussetzen.
Saint-Émilion liegt auf der rechten Seite der Gironde und ist eine der renommiertesten Appellationen des Bordelais. Charakteristisch sind Merlot-dominierte Cuvées oft ergänzt durch Cabernet Franc, fruchtige Opulenz, samtige Tannine und kalk- bis tonreiche Terroirs. Das Klassifikationssystem von Saint-Émilion unterscheidet Grand Cru und Grand Cru Classé und wird in regelmäßigen Abständen überprüft, wodurch etablierte Weingüter wie Château Cheval Blanc, Château Ausone, Château Pavie oder Château Angélus international als Referenzen für Stil und Lagerfähigkeit gelten.
Ullage ist ein wichtiges Indiz für Kondition älterer Bordeaux: HF (High Fill) gilt als ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei Weinen über 15–20 Jahren. VHS (Very High Shoulder) signalisiert mögliche Oxidation, MS/LS (Mid/Low Shoulder) sprechen für hohen Alterungsdruck oder Luftkontakt und erhöhen das Ausfallrisiko. Bei Begutachtung immer Etikett, Kapsel, Abdichtung und eventuelle Sedimentlage berücksichtigen.
Bei gereiften Bordeauxflaschen empfiehlt sich behutsames Vorgehen: Flasche 24–48 Stunden aufrecht stellen, um Sedimente absetzen zu lassen. Beim Öffnen langsam vorgehen; bei brüchigem Kork gegebenenfalls einen Korkenzieher mit dünner Spiralspitze nutzen oder einen Assistenten heranziehen. In ein klares Dekantiergefäß sehr vorsichtig und gleichmäßig gießen, möglichst unter schwachem Licht oder mit einer Kerze, um Sediment sichtbar zu machen; beim ersten Anzeichen von Sediment stoppen. Alte Weine profitieren oft von nur kurzer Luftzufuhr; 20–60 Minuten vorsichtiges Atmen ist in vielen Fällen ausreichend. Serviertemperatur: circa 15–17 °C, je nach Frische und Körper.
Saint-Emilion ist eine historisch gewachsene Appellation an der rechten Gironde-Seite des Bordeaux, bekannt für kalkhaltige und lehmige Terroirs sowie für Merlot- und Cabernet-Franc-dominierte Assemblagen. Berühmte Châteaux wie Château Ausone, Château Cheval Blanc, Château Angélus und Château Pavie stehen beispielhaft für die Bandbreite an Stilen von feiner Eleganz bis zu opulenter Dichte. Klassifikationen wie Saint-Emilion Grand Cru Classé und Premier Grand Cru Classé A reflektieren die historische und qualitative Bedeutung einzelner Weingüter.
Eine 3‑Liter‑Flasche entspricht einem Doppelmagnum (bei Bordeaux-Formaten oft als double magnum bezeichnet) und enthält das Äquivalent von vier Standardflaschen. Große Formate reifen langsamer aufgrund des geringeren Sauerstoffanteils relativ zum Volumen; das führt häufig zu harmonischerer Entwicklung, weicheren Tanninen und längerer Lagerfähigkeit. Praktische Aspekte: längere Karaffierzeit beim Servieren, höheres Gewicht beim Handling sowie spezieller Platzbedarf und Transportkosten. Für sehr alte Weine kann ein großes Format zusätzlichen Schutz gegen rasche Alterung bieten.
Bei antiken Jahrgängen sind Ullage (Füllstand), Korkzustand, Etikett- und Kapselintegrität sowie optische Beurteilung der Flüssigkeit entscheidend. Klassifizierte Füllstandsstufen helfen bei der Einschätzung: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ausgezeichnet, TS (Top Shoulder) für sehr alte Flaschen noch akzeptabel, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) auf erhöhtes Oxidationsrisiko hindeuten. Weitere Prüfungen umfassen Geruch und Farbe nach vorsichtigem Öffnen, Sedimentlage und die Möglichkeit von Rekorkungen oder Manipulationen. Bei historisch alten Abfüllungen ist professionelle Begutachtung durch Auktionatoren oder Prüfer empfehlenswert.
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