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ab Hof 79
Eiswein entsteht, wenn Trauben bei frostsicheren Temperaturen am Stock gefrieren und die gefrorene Portion Wasser bei der Pressung zurückbleibt, sodass ein sehr konzentrierter, zucker- und säurereicher Most entsteht. Der Jahrgang 2020 war in vielen deutschen Regionen durch warme Vegetationsphasen und lokal sehr kalte Nächte im Spätherbst/Frühwinter geprägt, was in guten Lagen selektive Eiswein-Erträge ermöglichte. Entscheidend sind niedrige Ernteverluste und höchste Traubenqualität; die Balance aus konzentrierter Restsüße und frischer Säure bestimmt die Lagerfähigkeit und Eleganz des Weins.
Eiswein hat durch hohe Restsüße und ausgeprägte Säure ein großes Alterungspotenzial. Gut gelagerte Exemplare können je nach Stil 10 bis 30 Jahre oder länger reifen, wobei sich Aromen von Honig, getrockneten Früchten und Botrytis entwickeln können. Ein 2020er-Eiswein ist in den ersten Jahren bereits trinkbar, erreicht aber oft nach etwa 5–12 Jahren eine besonders runde Balance zwischen Fruchtsüße und gereifter Komplexität. Lagerung bei konstanter Temperatur (10–14 °C), Dunkelheit und feuchter Umgebung ist entscheidend.
Das Terroir, also Boden, Mikroklima und Hangneigung eines Weinguts wie Weingut am Stein, prägt Aroma, Säurestruktur und Reifeverlauf der Trauben. Kalk- oder Keuperböden speichern Wärme anders als leichte Lössböden und beeinflussen so das Einfrieren und die Konzentration von Aromen. In traditionellen Lagen rund um ‚Stein‘ in Franken fördert die Hanglage oft gute Luftzirkulation und kalkreiche Mineralität, was bei Eisweinen zu klarer Säure, feiner Frucht und einer ausgeprägten salzigen Mineralität führen kann.
Der Jahrgang 2020 war in vielen Regionen schwierig für Eiswein, da milde Winterphasen und fehlende Frostnächte die natürliche Eisweinlese deutlich einschränkten. Wo dennoch gefrorene Trauben geerntet werden konnten, handelt es sich oft um sehr kleine Erträge mit hoher Konzentration und großer Seltenheit. Das macht langlebige 2020er-Eisweine rarer und für Liebhaber besonders interessant, weil nur begrenzte Mengen entstanden sind.
Beim Kauf älterer oder wertvoller Flaschen sind Füllstand (Ullage), Etikettzustand und eventuelle Originalverpackung entscheidend für Qualität und Preis. Gängige Füllstandskategorien sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder) sowie MS/LS (Mid/Low Shoulder); HF/IN gelten als sehr gut, MS/LS erhöhen das Oxidationsrisiko. OHK steht für Original-Holzkiste; OC/OWC für Original Case/Original Wooden Case — ganze Kisten steigern Sammlerwert. Prüfen Sie Etikettenangaben wie QbA, Kabinett, Auslese oder Prädikate sowie VDP-Siegel; VDP bedeutet Verband Deutscher Prädikatsweingüter und steht für eine bestimmte Qualitätsordnung.
‚Ab Hof‘ bedeutet Direktverkauf am Weingut und signalisiert, dass der Wein ohne Zwischenhandel verkauft wird. Vorteile sind oft frische Verfügbarkeit, persönliche Beratung und manchmal besondere Gebinde wie Original-Holzkiste (OHK) oder Original Case (OC/OWC). Für Käufer bedeutet Ab-Hof-Kauf direkten Kontakt zum Produzenten, die Möglichkeit, Fachfragen zur Vinifikation zu stellen, und Transparenz bezüglich Jahrgang, Flaschenchargen und Lagerbedingungen.
Eiswein benötigt kühle, konstante Temperaturen (idealerweise 8–12 °C), dunkle und vibrationsarme Lagerung sowie moderate Luftfeuchte; hohe Temperaturschwankungen beschleunigen Alterungsprozesse. Beim Servieren empfiehlt sich ein kleines Weißweinglas oder Dessertweinglas bei 6–10 °C, um die intensive Süße und feine Säurebalance zu zeigen. Dekantieren ist selten nötig; stattdessen langsam einschenken, kleine Portionen servieren und Wein vor dem Verkosten leicht temperieren, um Aromen zu entfalten.
Eiswein harmoniert hervorragend mit intensiven Desserts (z. B. Crème brûlée, Käse mit Blauschimmel), fruchtigen Nachspeisen oder als Kontrapunkt zu salzigen Gereichten wie Gänseleber oder würzigem Käse. Die ideale Serviertemperatur liegt bei etwa 6–10 °C: kühleres Temperieren betont Frische und Säure, etwas wärmer treten Honig‑ und Trockenfruchtaromen stärker hervor. Ein Eiswein eignet sich auch als Aperitif bei kleinen Portionen, um die Süße-Säure-Balance zu feiern.
Eiswein ist ein naturkonzentrierter Süßwein, der aus Trauben hergestellt wird, die am Stock gefroren gelesen werden. Die Trauben werden bei Temperaturen um −7 °C oder kälter geerntet und sofort gepresst, sodass Wasser in Form von Eis zurückbleibt und nur hochkonzentrierter Most gewonnen wird. Typische Rebsorten sind Riesling und Silvaner; Weingüter mit der Bezeichnung "Weingut am Stein" nutzen je nach Lage und Betriebsphilosophie oft diese klassischen Sorten, um die elegante Säurestruktur und feine Fruchtsüße eines Eisweins zu betonen.
Eisweine sind aufgrund hoher Restzucker- und Säurewerte in der Regel sehr lagerfähig; gut gemachte Eisweine können 10–30 Jahre und länger reifen, je nach Qualität, Restsüße und Säurestruktur. Ein Eiswein aus 2020 zeigt in den ersten 5–10 Jahren opulente Frucht und lebendige Säure; mit zunehmendem Alter treten Honig-, Trockenfrucht- und Nussnoten hervor. Für die optimale Trinkreife empfiehlt sich eine Orientierung an Jahrgang, Produzent (z. B. Weingut am Stein), Lagerbedingungen und persönlichem Geschmack.
„Ab Hof" bedeutet, dass ein Wein direkt beim Weingut verkauft wird. Käufer erhalten in der Regel original gefüllte Flaschen unmittelbar vom Erzeuger, was oft Vorteile bei Provenienz und Frische bietet. Im Gegensatz dazu stehen Großhandel, Fachhandel oder Onlineplattformen, die zusätzliche Zwischenhändler, Versandbedingungen und Lagerzeiten mitbringen können. Hinweis zu Verpackungskürzeln: OHK steht für Original-Holzkiste, OC/OWC für Original Case beziehungsweise Original Wooden Case.
Eiswein kann als Sammlerobjekt oder Geschenk attraktiv sein, besonders wenn die Produktionsmenge klein und die Qualität hoch ist. Werttreibende Faktoren sind: renommierter Erzeugername, Jahrgangsspezifikum (z. B. rarer 2020-Jahrgang), begrenzte Auflage, Originalverpackung (OHK/OC) und einwandfreie Provenienz. Wichtiger als schnelle Wertsteigerung ist die Freude am Genuss: Viele Investoren kombinieren Lagerung in professionellen Bedingungen mit Dokumentation, um die Werthaltigkeit zu sichern. Für Geschenke bietet Eiswein durch seine Exklusivität und Dessert-Charakter hohen Eindruckswert.
Eiswein ist ein Prädikat innerhalb der deutschen Qualitätswein-Ordnung und wird häufig unter dem Prädikat „Eiswein" geführt. Wichtige Bezeichnungen in Deutschland sind QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) und die verschiedenen Prädikate wie Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese (BA) und Trockenbeerenauslese (TBA); Eiswein steht dabei separat als Lesegut aus gefrorenen Trauben. Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) vergibt zusätzlich Klassifizierungen nach Lage, wobei Begriffe wie „GG“ (Großes Gewächs) für trockene Spitzenlagen relevant sind, nicht jedoch direkt für Eiswein-Prädikate.
Beim Sekundärmarkt sind Provenienz, Füllstand (Ullage), Etikettzustand und Zustand des Verschlusses entscheidend. Bevorzugt sind Füllstände in der Kategorie HF (High Fill) oder IN (Into Neck) für jüngere wie auch ältere Flaschen; bei sehr alten Weinen ist TS (Top Shoulder) noch akzeptabel, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) ein deutliches Risiko signalisiert. Achten Sie auf intakte Etiketten, sauberen Korkenrand und Dokumentation der Lagerbedingungen. Auktionen, Händler mit geprüfter Herkunft und Direktabholung bei Betrieben mit lückenloser Provenienzhistorie reduzieren Risiken.
Eiswein kann sammlerisch interessant sein, die Anlagequalität hängt jedoch stark von Produzent, Rarität, Jahrgang und Originalverpackung ab. Weine renommierter Güter mit dokumentierter Lagerhistorie und gegebenenfalls VDP-Anerkennung erzielen auf dem Sekundärmarkt höhere Preise; Kritikernoten (z. B. Robert Parker, James Suckling, Vinous) können die Nachfrage zusätzlich antreiben. Der Sekundärmarkt verlangt transparente Provenienz, intakte Füllstände (HF/IN) und idealerweise Original-Holzkiste (OHK/OWC); liquide Märkte und Auktionsplattformen bevorzugen dokumentierte Lose und geprüfte Zustände.
Für Eiswein sind aromatisch präzise und säurebetonte Rebsorten ideal: Riesling, Silvaner, Gewürztraminer und in manchen Regionen auch Müller-Thurgau oder Vidal. In deutschen Weinbaubetrieben mit Namen wie Weingut am Stein sind Riesling und Silvaner besonders verbreitet, weil sie die Balance aus Säure, Frucht und Süße liefern, die Eiswein charakterisiert.
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