20 €
1999er.
Langzeitlagerung verlangt konstante Temperatur (11–14 °C ideal), relative Luftfeuchte um 60–75 %, Dunkelheit und vibrationsfreie Bedingungen. Flaschen sollten liegend gelagert werden, um den Korken feucht zu halten, und vor Temperaturspitzen geschützt sein. Für bereits gereifte 1999er ist eine ruhige, kühle Lagerung entscheidend, um Oxidation zu verlangsamen; bei nur kurzfristiger Aufbewahrung vor dem Genuss genügen 12–15 °C.
Ältere Weine sollten vorsichtig dekantiert: Flasche stehend mindestens 24 Stunden vor dem Servieren lagern, langsam öffnen und langsam in eine klare Karaffe gießen, dabei auf Depot achten. Bei sehr alten oder empfindlichen Flaschen empfiehlt sich Abgießen gegen eine Lichtquelle und gegebenenfalls ein Filtertuch. Manche 20+ Jahre alten Rotweine profitieren nur kurz (15–30 Minuten) von Sauerstoffkontakt; zu langes Dekantieren kann Aromen abbauen. Immer temperaturgerecht servieren (meist 15–18 °C).
Der optimale Trinkzeitpunkt hängt von Ausbau und Lagerung ab. Viele qualitätsvolle Châteaus aus 1999 haben heute ihren Höhepunkt oder liegen noch im Genussfenster; andere können bereits in Abklingen begriffen sein. Erkennungszeichen: harmonische Balance aus verbleibender Säure, weichen, aber noch vorhandenen Tanninen, dominanten tertiären Aromen (Ledernoten, Tabak, Waldpilze) und keiner deutlichen Oxidation. Bei Unsicherheit ist eine Probe oder das langsame Probeschwenken nach kurzem Dekantieren sinnvoll.
Der Flaschenfüllstand ist bei alten Weinen ein zentraler Indikator für Oxidationsrisiko. Kategorien: HF (High Fill) ideal; IN (Into Neck) sehr gut; TS (Top Shoulder) akzeptabel bei >15–20 Jahren; VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Bei einer 1999er-Flasche sollte man TS maximal tolerieren, VHS und niedriger erfordern Vorsicht oder Rückfrage zur Herkunft. Lichtschäden, durchscheinende Kapsel und Weinfarbe ergänzen die Einschätzung.
Konstante, kühle Temperaturen (idealerweise 10–14 °C), moderate Luftfeuchte (60–75 %), Dunkelheit und vibrationsfreie Lagerung sind essenziell. Flaschen sollten liegend gelagert werden, wenn Naturkorken verwendet werden, um Austrocknung zu verhindern. Für besonders wertvolle Flaschen sind Original-Holzkisten (OHK/OWC/OC) und eine durchgängige Kühlkette relevant, da sie Provenienz und Schutz verbessern.
Trinkreife zeigt sich durch Balance zwischen verblassender Frucht, abgeschliffenen Tanninen und entwickelten tertiären Aromen (Waldboden, Leder, Tabak, getrocknete Früchte). Beim Proben: kurze Atmungszeit im Glas, Aromenvielfalt prüfen, Tannintextur und Säurebalance bewerten. Weine, die zu sehr an Frische verloren haben oder dominierend oxidativ riechen, sind über dem Höhepunkt; solche mit noch präsenter Säure und geflochtener Struktur sind oft auf ihrem Zenit oder noch leicht entwicklungsfähig.
Die Bezeichnung Château steht für ein Weingut beziehungsweise ein Weingutshaus in französischen Anbaugebieten. Ein Château kann die gesamte Kontrolle von Reben bis Abfüllung darstellen (estate bottled) und signalisiert oft Herkunftsbezug, Terroir und eigenen Stil. In Regionen wie Bordeaux ist die Besitzstruktur historisch eng mit Lagenklassifikationen und Appellationen (AOC/AOP) verknüpft; bei Château-Weinen sind Etikett, Kellerpraxis und Fassausbau deshalb wichtige Qualitätsindikatoren.
OHK steht für Original-Holzkiste (Original Wooden Case), OWC bedeutet Original Wooden Case und OC kann als Original Case bezeichnet werden. Solche Originalverpackungen erhöhen auf dem Sekundärmarkt die Attraktivität und belegen oft bessere Provenienz sowie schonende Lagerung. Für Sammler und Investoren ist eine intakte OHK/OWC ein Qualitätsmerkmal, das Preis und Vertrauenswürdigkeit positiv beeinflussen kann – ähnlich wichtig wie Fill Level, Etikettenzustand und dokumentierte Lagerhistorie.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Bezeichnungen weisen darauf hin, dass Flaschen in der ursprünglichen Verpackung geliefert oder gelagert wurden. Für Sammler und den Sekundärmarkt erhöhen OHK/OWC/OC oft den Wert, weil sie bessere Nachweise zur Lagerung und Herkunft liefern sowie zusätzlichen physischen Schutz bieten.
Wesentliche Einflussfaktoren sind Provenienz (belegt durch Dokumente), Füllstand/Etiketten- und Kapselzustand, Lagergeschichte (konstante Kühlung, OHK/OWC), Rarität und Jahrgangsqualität sowie Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, Jancis Robinson). Zusätzlich wirken Marktnachfrage, Flaschengröße und Zertifizierung mit – alle zusammen entscheiden über Preis und Handelbarkeit auf dem Sekundärmarkt.
Die Jahresangabe 1999 bezeichnet den Jahrgang der Trauben. Bei Flaschen mit mehr als zwei Jahrzehnten Reife sind typische Veränderungen: Verlagerung von primären Fruchtaromen hin zu tertiären Noten (Ledern, Tabak, Teer, getrocknete Früchte), weicher werdende Tannine und eine oft hellere Farbe bei Rotweinen. Die Trinkreife hängt zusätzlich von Rebsorte, Ausbau, Lagerbedingungen und Füllstand ab; ein 1999er kann je nach Herkunft und Pflege noch Trinkfreude bieten oder als sehr reifer bis gereifter Vertreter gelten.
Der Begriff Chateau signalisiert eine französische Weinbauliegenschaft (ein Domänenbetrieb). Ein Name wie Chateau la Gaborie deutet auf eine klassische Flaschenherkunft aus Frankreich hin und impliziert üblicherweise eine auf Einzellagen oder Gutstypizität bezogene Produktion. Für die Stilistik heißt das: Struktur, Fassausbau und Reifeverhalten orientieren sich häufig an regionalen Traditionen – bei roten Châteaus oft an bordelaiser Prinzipien mit Tanninstruktur und Lagerfähigkeit, bei weißen Châteaus an regional typischen Rebsorten und Säureprofilen. Zur genauen Einordnung sind AOC/AOP-Angabe, Rücketikett und Produzenteninformationen entscheidend.
Ullage beschreibt die Höhe des Weins im Hals und ist ein wichtiger Indikator für Oxidationsrisiko. Gängige Begriffe: HF (High Fill) = perfekter Füllstand nahe des Korkens, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand im Flaschenhals, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei >15–20 Jahre alten Weinen, VHS/MS/LS (Very High/Mid/Low Shoulder) = zunehmend erhöhtes Risiko. Bei einem älteren 1999er sollte HF/IN anstrebt werden; TS ist noch vertretbar, während MS/LS auf Alterung und möglichen Qualitätsverlust hinweisen.
Werttreiber sind Provenienz (Lagerhistorie, ununterbrochene Kühlkette), Zustand (Ullage, Etikett, Kapsel), Flaschenbesonderheiten (Original-Holzkiste/OWC, Magnumformat), Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous), Seltenheit und Nachfrage nach Produzent oder Lage. Für ältere Jahrgänge spielt die Trinkreife eine Rolle: Weine in perfektem Zustand können Sammlerpreise erzielen; beschädigte oder oxidierte Flaschen verlieren erheblich an Wert. Zertifizierte Auktionen und Händler mit rückverfolgbarer Provenienz bieten bei Investments zusätzliche Sicherheit.
Ein 1999er hat heute mehr als zwei Jahrzehnte Reife hinter sich. Solche Jahrgänge zeigen häufig tertiäre Aromen (Ledernoten, Tabak, getrocknete Kräuter, Balsam, reife Trockenfrüchte) und eine weichere Tanninstruktur als in der Jugend. Ob eine Flasche noch lebhaft ist, hängt von Lagerbedingungen, Flaschenfüllstand und Ausbauqualität ab. Für ältere Jahrgänge sind konservative Trinktemperaturen (etwa 15–18 °C), sanftes Dekantieren und eine Prüfung auf Ullage und Etikettenzustand wichtige Schritte vor dem Öffnen.
Ältere Rotweine benötigen meist kürzere Dekantierzeiten als junge Kraftpakete. Ein 1999er profitiert oft von 15–60 Minuten Belüftung; sehr fragile oder bereits stark geöffnete Flaschen lieber nur 10–20 Minuten oder gar nur vorsichtig ins Glas schöpfen. Ziel ist, Aromenschichten zu öffnen ohne die verbliebenen, empfindlichen Aromen durch Überbelüftung zu verlieren. Immer schrittweise probieren, statt starr einer Zeitvorgabe zu folgen.
320 €
115 €
90 €
0 €
500 €
40 €