Was bedeutet ‚ertragsreduziert‘ beim Weinbau und welchen Effekt hat das auf einen Spätburgunder?
Ertragsreduziert heißt, dass die Traubenmenge pro Rebstock bewusst reduziert wird – durch Rebschnitt, Ausdünnung (Entblättern, Traubenscheiden) oder Begrenzung der Stockzahl. Ziel ist höhere Konzentration pro Traube, intensivere Aromen und stärkere Tanninstruktur. Bei Spätburgunder führt geringerer Ertrag oft zu dichterem Farbton, konzentrierter Kirschfrucht und länger haltbaren Weinen. Qualitätsorientierte Betriebe in Württemberg, etwa Weingut Schnaitmann oder Aldinger, setzen diese Praxis gezielt ein, um Lagencharakter und Fassausbau besser zur Geltung zu bringen.

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