Was ist Spätburgunder und wie unterscheidet er sich regional?
Spätburgunder ist die deutsche Bezeichnung für Pinot Noir. Stile reichen von leichten, fruchtbetonten Weinen mit Kirsche und Walderdbeere bis zu dichter, tanninreicher Ausprägung mit dunklen Früchten, je nach Lage, Ausbau und Klima. In kühleren Lagen wie der Ahr entstehen oft filigranere, säurebetonte Weine (Beispiele: Weingut Meyer-Näkel), wärmere Regionen wie Baden oder die Pfalz liefern häufig vollere, reifere Früchte (Beispiele: Weingut Bernhard Huber, Weingut Friedrich Becker). Als internationaler Stil-Vergleich dient das Burgund, wo Spitzenproduzenten wie Domaine de la Romanée-Conti Maßstäbe setzen. Der Produzentennamen weist meist auf ein Familienweingut hin; Stil und Ausbau können bei Weingut Petri oder vergleichbaren Erzeugern sehr unterschiedlich ausfallen.