Warum nimmt ein alter Burgunder eine bernsteinfarbene Tönung an und was sagt das über die Trinkreife aus?
Bernsteinfarbene Töne sind ein klassischer Altersindikator: bei Rotweinen verliert das Deckrotpigment und die Weinfarbe wird ziegelrot bis bernsteinfarben; bei Weissweinen entsteht durch langsame Oxidation ein goldener bis bernsteinfarbener Ton. Das zeigt, dass der Wein in die tertiäre Phase übergegangen ist. Eine bernsteinfarbene Färbung kann sehr attraktiv sein (komplexe, gereifte Aromen), zugleich weist sie aber auch auf erhöhten Sauerstoffkontakt hin, der Frische reduzieren kann. Entscheidend ist die Kombination mit Füllstand, Geruch und Geschmack, um Trinkbarkeit zu beurteilen.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Welche Bedeutung haben Provenienz und Originalverpackung (OHK, OWC, OC) beim Sekundärmarkt?
- •Was zeichnet Domaine Leroy und die Bezeichnung «Bourgogne Leroy» aus?
- •Was bedeutet ein bernsteinfarbener Ton bei alten Rotweinen?
- •Was bedeuten Füllstände (Ullage) wie HF, IN, TS, VHS oder MS/LS bei alten Flaschen und weshalb sind sie relevant?
- •Wie werden Füllstände (Ullage) bewertet und welche Begriffe kommen vor?
- •Welche typischen Reife‑ und Aromaprofile zeigt ein burgundischer Jahrgang aus den 1980er Jahren, etwa 1986?
- •Wie lässt sich der Jahrgang 1986 in Burgund allgemein einschätzen?
- •Wie sollte ein gealterter Bourgogne ideal gelagert und vor dem Genuss vorbereitet werden?
- •Was zeichnet Domaine Leroy und die Bourgogne-Appellation aus?
- •Wie geht man mit Korkproblemen oder einem durchgefallenen Korken um?
- •Wie öffnet, dekantiert und serviert man einen reifen Burgunder am besten?
- •Worauf sollte man beim Bewerten einer Domaine Leroy‑Flasche aus den 1980er Jahren auf dem Sekundärmarkt achten?
- •Welche Rolle spielt eine Original‑Holzkiste (OHK / OC / OWC) für Wert und Lagerung alter Flaschen?
- •Welche Auswirkungen kann ein durchgefallener Korken haben und wie geht man damit fachgerecht um?
- •Ist ein Burgunder von Domaine Leroy ein geeignetes Investment und wie bewertet man Preis versus Risiko?







