Was bedeutet Spätlese und wie beeinflusst dies Süße und Alkoholgehalt?
Spätlese bezeichnet eine spätere Lese mit höherem Mostgewicht (zuckerreichere Trauben) und gehört zu den Prädikatsstufen in Deutschland. Spätlesen können trocken oder restsüß ausgebaut sein; klassisch weisen sie mehr Restsüße bei gleichzeitig erhaltener Säure auf. Der Alkoholgehalt kann je nach Ausbau niedriger sein als bei trockenen Weinen, weil mehr Zucker als Restsüße erhalten bleibt oder der Gärungsabschluss früher gestoppt wurde. Bei klassischen Spätlesen ist daher ein Alkoholgehalt um 9–12 % vol. nicht ungewöhnlich.