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Der Zweigelt Origo 34 Burgegg
Die Lagerfähigkeit von Zweigelt variiert stark: einfache, fruchtige Partien sind in der Regel innerhalb von 1–5 Jahren trinkreif; strukturelle Einzellagen mit dichter Frucht, kühler Säure und sorgsamem Holzausbau können 8–15 Jahre oder länger harmonisch reifen. Bei älteren Flaschen ist der Füllstand (Ullage) ein entscheidender Indikator für Zustand und Alterungsqualität: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist akzeptabel bei älteren Weinen, VHS (Very High Shoulder) signalisiert vorsichtigen Prüfumgang, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) das Oxidationsrisiko stark erhöht. Immer auch Farbe, Korkzustand und vorhandene Lagerdokumentation berücksichtigen.
Zweigelt ist primär ein Trinkwein; richtig selektionierte und begrenzt erzeugte Lagenweine können jedoch sammelwürdig sein. Wertbestimmend sind: renommierter Produzent (Name und Renommee), Jahrgangsqualität, begrenzte Auflage, Zustand der Flasche und dokumentierte Provenienz. Für spekulative Anlagen sind zudem Kritikerbewertungen, Nachfrage auf Auktionen und Exportmärkte sowie mikroterroirbedingte Besonderheiten entscheidend. Generell bleibt die Rendite bei Typizitätsweinen wie Zweigelt meist moderater als bei etablierten Anlageweinen aus Bordeaux oder Burgund.
Auf dem Sekundärmarkt sind drei Faktoren zentral: Provenienz (lückenlose Lagerhistorie und Transportbedingungen), Flaschenzustand (Etikett, Kapsel, Füllstand bzw. Ullage) und unabhängige Bewertungen (Kritiker wie Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous oder lokale Verkostungsnoten). Auktionshäuser (z. B. Sotheby’s, Christie’s), spezialisierte Händler und zertifizierte Lagerhäuser bieten oft bessere Sicherheitsstandards. Bei älteren Flaschen ist die Ullage-Position ein wichtiges Indiz für Oxidationsriskio; Begriffe wie High Fill oder Into Neck sind positiv, Mid/Low Shoulder hingegen warnsignale.
Zweigelt spielt in mehreren österreichischen Anbaugebieten eine zentrale Rolle, insbesondere in Niederösterreich und im Burgenland. Innerhalb von Niederösterreich sind Regionsteile wie das Wagram, die Thermenregion und das Weinviertel wichtige Standorte, während im Burgenland Lagen nahe dem Neusiedler See gehaltvolle Interpretationen liefern. Die Bodenvielfalt – von Löss über Schotter bis zu sandigen Lehmböden – beeinflusst dabei Stilistik und Reifepotential entscheidend.
Zweigelt profitiert von einer kühlen, konstanten Lagerung bei etwa 10–14 °C, 60–70 % relativer Luftfeuchte und ohne direkte Lichteinstrahlung. Junge, fruchtbetonte Zweigelt trinkt man meist ohne Dekantieren; kräftigere, holzgeprägte oder gereifte Exemplare gewinnen durch 30–90 Minuten Dekantieren an Aromenspiel und Textur. Für längere Reife (5–15 Jahre) ist die Flaschenruhe entscheidend; bei älteren Flaschen immer Füllstand (Ullage) und Etikettenzustand prüfen.
OHK steht für Original-Holzkiste (Original-Holzkiste), OWC fuer Original Wooden Case (Original-Holz-Case) und OC fuer Original Case; diese Verpackungen verbessern bei limitierten Abfuellungen oft die Wiederverkaufswerte. VDP bezeichnet den Verband Deutscher Prädikatsweingüter, ein Qualitaetssystem in Deutschland; DAC ist Districtus Austriae Controllatus, die österreichische Herkunftsregelung für bestimmte Regionen; QbA bedeutet Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. EP (En Primeur) ist der Kauf von Wein noch im Fass. Weitere Stufen wie GG (Grosses Gewaechs) oder 1L / Erste Lage beschreiben Klassifikationen, die Einfluss auf Preis und Langlebigkeit haben können. Bei Kaufentscheidungen sind Herkunfts- und Klassifikationsangaben, die Reputation des Weinguts und Produktionsauflagen wichtige Kriterien.
Mehrere österreichische Erzeuger haben sich mit Rotweinen und Einzellagen einen Namen gemacht. Beispiele sind Weingut Moric (Burgenland) für dichte Blaufränkisch- und Rotweinstile, Schloss Gobelsburg und Weingut Bründlmayer (Niederösterreich) für präzise Lagenarbeit, sowie kleinere Spezialisten wie Weingut Heinrich oder regionale Vorreiter in Carnuntum und Thermenregion. Beim Vergleich lohnt es sich, Bewertungen von Fachkritikern wie Robert Parker (Wine Advocate), Vinous oder James Suckling zu beachten sowie Produktionsmengen, Fassausbau und Parzellenangaben heranzuziehen.
Zweigelt mit klarer Frucht und feiner Säure ist ein vielseitiger Speisenbegleiter: gebratenes Schwein, geschmorte Wangen, Lamm, Pilzgerichte, gegrillte Wurstwaren, mediterrane Tomaten-Schmorgerichte sowie gereifter, halbfester Käse funktionieren sehr gut. Bei höher extrahierten oder im Holz ausgebauten Einzellagen darf die Begleitung rustikaler und tanninbetonter sein – zum Beispiel Wildgerichte oder kräftigere Käsesorten. Die Temperatur sollte moderat kühl (ca. 14–16 °C) sein, um Frische und Aromenbalance zu erhalten.
Wichtige Abkürzungen sind: OHK steht für Original-Holzkiste; OC bedeutet Original Case; OWC ist Original Wooden Case. DAC heißt Districtus Austriae Controllatus und ist die österreichische Herkunftsbezeichnung für regionale Stilistik und Qualitätskontrolle; VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter, den deutschen Qualitätsverband. Weitere Begriffe wie QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete), GG (Großes Gewächs) oder Füllstandsterminologie (Ullage: High Fill, Into Neck, Top Shoulder etc.) sind beim Einkauf und bei der Bewertung von Reifepotentialen ebenfalls essenziell.
Renommierte Weingüter gestalten Zweigelt sehr unterschiedlich: Weingut Umathum im Burgenland setzt häufig auf Maischegärung und gezielte Holznachreifung für Dichte und Struktur; Weingut Pfaffl (Wagram) arbeitet oft mit schonender Extraktion und Edelstahl für Frische und Klarheit; kleinere Spitzenbetriebe wie Weingut Gernot Heinrich experimentieren mit Amphoren oder großen Fuderfässern, um Terroir-typische Nuancen herauszuarbeiten. Solche Beispiele zeigen, dass der Stil vom Winzerkonzept und der geplanten Lagerdauer abhängt.
Eine namentlich ausgewiesene Einzellage (Ried, Lage) signalisiert, dass Weinberge mit spezifischen Bodenverhältnissen, Exposition und Mikroklima eine prägende Rolle spielen. Eine Lagebezeichnung wie Burgegg deutet auf terroirgeprägte Aromatik und oft geringere Erträge zugunsten Konzentration hin. Boden (Loam, Schotter, Kalk, Lehm), Hangneigung und Höhenlage beeinflussen Säure, Reife und Tanninstruktur; deshalb unterscheiden sich Einzellagen deutlich von basisorientierten Orts- oder Gutsweinen. In Österreich werden Einzellagen häufig in Verbindung mit DAC-Regelungen oder herstellerspezifischen Qualitätsstufen beschrieben.
Bezeichnungen wie Origo 34 sind oft projekt- oder herstellerbezogen und können auf Herkunft (lat. origo = Ursprung), eine Parzelle, eine Klonnummer, ein Fass- oder Cuvée-Konzept hinweisen. Ohne Herstellerinformation bleibt die genaue Bedeutung offen; typische Hinweise finden sich auf der Rücketikette, in Keller-Notizen oder auf der Website des Weinguts. Bei konkreten Fragestellungen zu Nummern oder Namen empfiehlt sich der Blick in Produktblätter oder ein Gespräch mit dem Winzer, denn nur so lassen sich Herkunft, Vinifikation und Zielsetzung (Fruchtextrakt versus Terroirbetonung, Eichenfassausbau etc.) verlässlich klären.
Bezeichnungen wie ‚Origo 34‘ sind oft Produktnamen, Cuvée-Kennungen oder interne Projektbezeichnungen des Weinguts. ‚Origo‘ leitet sich vom lateinischen Wort für Ursprung ab und signalisiert häufig eine fokusierte Selektion oder besondere Herkünfte; die Zahl kann auf Jahrgang, Parzelle, Fassnummer oder eine betriebsinterne Kennzeichnung verweisen. Entscheidend ist, die Begleitinformation des Erzeugers zu prüfen — Etikett, technische Daten und Weingutsbeschreibungen liefern die konkrete Bedeutung.
Beim Gebrauchtkauf sind Herkunftsnachweise, lückenlose Lagerhistorie und aktuelle Bilder zentral: prüfen Sie Füllstand, Korkstand, Etikett- und Kapselzustand sowie mögliche Ausblühungen. Fragen Sie nach Herkunft (Weinkeller, Händler, Auktionshaus), Lagertemperatur und Rechnungsbelegen. Auktions- und Händlereinschätzungen, Expertisen und vorhandene Flaschenbewertungen von Kritikern bieten zusätzliche Sicherheit. Bei höherpreisigen oder älteren Flaschen empfiehlt sich vor dem Kauf eine persönliche Begutachtung oder das Hinzuziehen eines zertifizierten Gutachters.
Zweigelt ist die meistgebaute rote Rebsorte Österreichs, gezüchtet aus St. Laurent und Blaufränkisch. Typisch sind lebendige Kirsch- und Waldbeeraromen, feine Würze und eine angenehme Säurestruktur; die Stilistik reicht von leicht und trinkfreudig bis zu konzentrierten, im Holz ausgebauten Einzellagenweinen mit dichter Frucht und festen, aber meist geschliffenen Tanninen. Hauptanbaugebiete sind Niederösterreich, Burgenland, Carnuntum und die Thermenregion. Für einen tieferen Markt- und Qualitätskontext lohnt sich der Vergleich mit charakterstarken österreichischen Erzeugern wie Schloss Gobelsburg, Weingut Bründlmayer, Weingut Moric oder Weingut Heinrich, ohne dass diese Namen automatisch für jede Stilistik stehen.
Zweigelt ist eine österreichische Rotweinsorte, die 1922 von Dr. Fritz Zweigelt gezüchtet wurde. Charakteristisch sind rote Beerenfrüchte wie Kirsche und Cranberry, moderates Tannin, frische Säure und oft ein würziger, leicht pfeffriger Unterton. Je nach Ausbau – Stahltank, großes Holzfass oder Barrique – variiert die Textur von schlank und saftig bis zu dichter, samtiger Tanninstruktur. Qualitätsorientierte Erzeuger betonen dabei immer die Balance zwischen Frucht, Säure und Holz, was Zweigelt sowohl trinkreif jung als auch für mittelfristige Lagerung interessant macht.
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