179 €
6 x St. Laurent Reserve 2016
Ein gut vinifizierter St. Laurent Reserve kann je nach Ausbau 8 bis 20 Jahre Entwicklung bringen. In den ersten Jahren zeigt er reife Frucht und feines Tannin; im mittleren Lagerstadium treten tertiäre Aromen wie getrocknete Kräuter, Waldboden und reife Kirsche hinzu. Die genaue Dauer hängt von Ausbau (Holzanteil), Lagerbedingungen und Flaschenpflegestatus ab.
Langfristige Lagerung bei 10–14 °C, konstanter Feuchte und ohne Licht bringt das Beste. Für den Service: eine Kerntemperatur von 16–18 °C, kräftiger, gereifter St. Laurent profitiert oft von 30–90 Minuten Dekantieren, sehr gereifte Exemplare vorsichtig und kurz dekantieren, um Zerfall zu vermeiden. Breite Burgundergläser bringen die Aromatik am besten zur Geltung.
Schloss Gobelsburg ist eines der traditionsreichsten Weingüter in Langenlois im Kamptal, Niederösterreich. Die Kombination aus Löss- und Urgesteinsböden, das kontinentale Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten sowie die hohe handwerkliche Tradition prägen mineralische, präzise Weine. Im Kamptal sind sowohl Grüner Veltliner und Riesling als auch rote Sorten wie St. Laurent heimisch; Schloss Gobelsburg ist für seine kompromissorientierte Lese und für klar strukturierte Terroir-Ausdrucke bekannt.
St. Laurent ist eine zentraleuropäische rote Rebsorte, genetisch verwandt mit Pinot-Typen, zeigt aber meist dunklere Farbe, intensivere Frucht und kräftigere Tannine als klassischer Pinot Noir. Stilistisch verbindet St. Laurent florale Noten mit dunklen Beeren, würzigen Nuancen und einer Tendenz zu feiner Würze bei Fassreifung, wodurch sie sich gut für Reserve‑Ausbau eignet.
Der Begriff "Reserve" ist in Österreich nicht gesetzlich geschützt; er kennzeichnet meist eine Selektion qualitativ hochwertiger Trauben, längere Reife oder Ausbauphasen, teils im Holz. Bei einer St. Laurent Reserve darf man daher oft konzentriertere Frucht, dichteres Tannin und eine reifere Struktur erwarten als bei einer Basisabfüllung. Entscheidend sind Herkunft, Ausbau und Kellerpraxis des jeweiligen Weinguts.
St. Laurent ist eine spät reifende rote Sorte aus der Burgunderfamilie, die intensive Kirscharomen, florale Noten und eine feine Säurestruktur liefert. In den Händen eines klassischen Betriebs wie Schloss Gobelsburg zeigt St. Laurent elegantes Tannin, frische Säure und klare Fruchtausprägungen, oft mit dezenter Würze und guter Lagerfähigkeit. Der Stil betont Balance und Terroir statt überreife Fruchtsüße.
Toplagen und renommierte Häuser erhöhen das Sammlerpotenzial; österreichische Rotweine sind jedoch im Sekundärmarkt weniger liquide als Bordeaux oder Burgund. Für Anlageinteresse zählen Reputation des Weinguts, Rarität, Zustand der Flaschen und dokumentierte Kritikerbewertungen. Original-Holzkisten (OHK / Original Wooden Case) und lückenlose Provenienz steigern Marktwert und Wiederverkaufschancen.
St. Laurent entfaltet Temperament und Feinheit bei 16–18 °C; leichte Belüftung oder kurzes Dekantieren kann Tannine weicher machen. Typisch passende Speisen sind Wildgerichte, Lamm, geschmorte Rinderbäckchen, Pilzrisotto und gereifte Käsesorten. Dank lebendiger Säure harmoniert die Sorte auch zu süß-würzigen Zubereitungen.
Der Jahrgang 2016 in vielen Teilen Österreichs war von günstigen Vegetationsbedingungen geprägt, mit guter Reife bei erhaltener Säure. Für das Kamptal bedeutete das ausgeprägte Fruchtkonzentration und klares Säureskelett. Weine aus 2016 zeigen daher oft Trinkreife mit weiterem Entwicklungspotential: recht zugänglich, aber trotzdem genügend Struktur für altersbedingte Entfaltung.
Qualitätsweine aus etablierten Betrieben wie Schloss Gobelsburg können für Sammler attraktiv sein, da Terroir-Ausdruck, konsistente Qualität und begrenzte Produktionsmengen die Nachfrage stützen. Bei Investment-Überlegungen zählen noch Provenienz, Lagerhistorie, Flaschenzahl, Jahrgangsqualität und Marktinteresse. Langfristige Sammler bevorzugen gut dokumentierte Einlagerung, originale Verpackung (z. B. Original-Holzkiste) und regelmäßige Bestandsprüfungen.
Bewertungen von Fachkritikern wie Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), Vinous (VN) oder James Suckling (JS) beeinflussen Nachfrage und Preisentwicklung deutlich. Gute Punktzahlen steigern Sichtbarkeit und Handelbarkeit, ersetzen aber nicht die physische Prüfung von Flaschenzustand und Provenienz. Bei Investitionsentscheidungen sollten Bewertungen, Lagerhistorie und Seltenheit zusammen betrachtet werden.
Füllstände geben Hinweise auf Wärmeeinfluss und mögliche Oxidation. Gängige Bezeichnungen: HF (High Fill) für perfekten Füllstand, IN (Into Neck) für sehr guten Füllstand, TS (Top Shoulder) als akzeptabel bei älteren Weinen, VHS (Very High Shoulder) erste Oxidationsanzeichen, MS/LS (Mid Shoulder/Low Shoulder) erhöhtes Risiko. Bei Flaschen aus 2016 ist ein IN- oder HF-Füllstand ideal; TS kann tolerierbar sein, MS/LS sollte vorsichtig bewertet werden.
Schloss Gobelsburg ist ein traditionsreiches Weingut im Kamptal (bei Langenlois) mit klarem Terroirfokus: Kalk- und Lössböden sowie kristalline Gesteine prägen die Weinbergslagen. Das Haus ist bekannt für präzise Weinbergsarbeit und eine stilistische Bandbreite von Grüner Veltliner und Riesling bis zu ausgewählten Rotweinen wie St. Laurent. Die Kombination aus kühlen Nächten im Kamptal und nährstoffreichen Böden fördert Frische, mineralische Strukturen und langlebiges Ausbaupotenzial.
Der Jahrgang 2016 gilt in vielen mitteleuropäischen Anbaugebieten als warm mit guter physiologischer Reife. Bei einem St. Laurent Reserve führt das zu konzentrierter Frucht, reifen Tanninen und kompakten Aromen von Kirsche, Pflaume und Gewürz. Gleichzeitig bleibt bei gutem Terroir die Säurestruktur erhalten, was dem Wein Alterungspotenzial und Balance verleiht.
Ullage und Flaschenzustand sind entscheidend für die Beurteilung gereifter Flaschen: optimale Kategorien sind HF (High Fill) oder IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) ist bei >15 Jahre noch akzeptabel. Kratzer, beschädigte Kapseln oder weiche Korken können auf schlechte Lagerung hinweisen. Bei gereiften 2016ern immer auf gleichmässige Etiketten, intakte Kapsel und vernünftige Ullage achten.
‚Reserve‘ ist keine gesetzlich standardisierte Bezeichnung in Österreich; sie signalisiert vom Produzenten in der Regel selektierte Trauben, längere Fass- oder Barriquereife und einen höheren Qualitätsanspruch als die Basislinie. Bei etablierten Häusern wie Schloss Gobelsburg steht Reserve meist für konzentriertere Struktur, intensivere Aromatik und besseres Alterungspotenzial.
Bei mehreren Flaschen empfiehlt sich konsistente Provenienz, ein stabiler Kühl- und Dunkellagerplatz mit 10–14 °C und 60–75 % Luftfeuchte sowie liegende Lagerung bei Korkverschlüssen. Original-Holzkiste (OHK), Original Case (OC) oder Original Wooden Case (OWC) erhöhen die Nachvollziehbarkeit der Provenienz und schützen vor Temperaturschwankungen. Dokumente wie Rechnung, Lieferkette und gegebenenfalls Füllstandsbeschreibung helfen bei späterer Bewertung.
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