13 €
V.b
Primitivo ist eine rote Rebsorte aus Apulien (Puglia) in Süditalien, bekannt für kraftvolle, fruchtbetonte Weine. Klassische Gebiete sind Manduria und das südliche Salento; die Herkunftsbezeichnung Primitivo di Manduria DOC steht für konzentrierte, sonnengereifte Ausdrucksformen. Historisch ist Primitivo eng verwandt mit Zinfandel und der kroatischen Sorte Crljenak Kaštelanski (Tribidrag), was sowohl genetische Verwandtschaft als auch unterschiedliche Stilistiken durch Terroir und Weinbereitung erklärt. Typische Produzenten, die das Spektrum der Sorte zeigen, sind Feudi di San Marzano, Cantine San Marzano, Tormaresca und Masseria Li Veli.
Bei gebrauchten oder älteren Flaschen sind Füllstand (Ullage), Etiketten- und Kapselzustand sowie Lagernachweis entscheidend. Empfehlenswerte Füllstandsstufen sind HF (High Fill) oder IN (Into Neck); TS (Top Shoulder) kann bei älteren Buttlagen akzeptabel sein, VHS/MS/LS (Very High Shoulder/Mid Shoulder/Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Zusätzlich auf schimmlige Etiketten, korrodierte Kapseln und eine dokumentierte, kühlen Lagerung achten; sichere Versandmethoden und Versicherung sind Pflicht bei wertvollen Flaschen.
Primitivo gilt nicht als klassische Anlage der Spitzenklasse wie große Bordeaux- oder Burgunderweine, doch bestimmte Premium- oder alte Rebanlagenabfüllungen mit limitierter Produktion und exzellenten Bewertungen können Wertstabilität bieten. Sammler achten auf lückenlose Provenienz, Füllstand, Etiketten- und Korkzustand sowie Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Seltene Jahrgänge von Spitzenproduzenten und gereifte Riserva-Exemplare sind eher sammelwürdig; für Anlagezwecke empfiehlt sich dokumentierte Lagerung und gegebenenfalls Erwerb in Original-Holzkisten.
Primitivo di Manduria DOC entsteht in einem heißen, mediterranen Klima mit kalk- und tonhaltigen Böden, was zu hoher Reife, konzentrierter Frucht und oft kräftigem Alkohol führt. Charakteristisch sind Aromen von schwarzen Kirschen, Pflaume, getrockneten Kräutern und würzigen Noten; gut strukturierte Versionen zeigen dichte Tannine und reife Säure. Erzeuger wie Feudi di San Marzano oder Cantine San Marzano arbeiten mit Trauben von alten Rebstöcken und bieten sowohl früh trinkbare Rosse als auch gereifte Riserva-Ausprägungen mit Lagerpotenzial.
Auf dem Etikett geben Herkunftshinweise wie Primitivo di Manduria DOC, Riserva oder Jahrgang erste Orientierung. Wichtige Zusatzinformationen sind Produzentenname, Rebsortenangabe, Alkoholgehalt und Ausbaumethoden (z. B. Barrique). Original-Holzkisten (OHK), Original Case (OC) oder Original Wooden Case (OWC) können für lagerfähige Flaschen von Bedeutung sein. Bei älteren Abfüllungen prüft man zusätzlich Füllstand, Korkzustand und Etikettzustand; renommierte Erzeuger wie Feudi di San Marzano oder Tormaresca haben oft gut dokumentierte Abfüllungen, was die Provenienz stärkt.
Primitivo ist primär eine zugängliche Genussrebe; als Anlagewein taugen vor allem herausragende Lagenweine, gereifte Primitivo di Manduria in exzellenten Jahrgängen oder limitierte Weine renommierter Produzenten wie Feudi di San Marzano und Tormaresca. Wertbestimmend sind Produzentreputation, lagebezogene Klassifikation, Jahrgangsbewertungen, Flaschenzustand und lückenlose Provenienz. Im Vergleich zu Bordeaux oder Burgund ist das Marktrisiko höher, daher empfiehlt sich beim Investieren solide Marktkenntnis und Diversifikation.
Obwohl Primitivo und Zinfandel genetisch verwandt sind, prägen Klima, Terroir und Önologie den Stil: Primitivo aus Apulien wirkt häufig dichter, süßbeeriger und wärmebetonter, während kalifornischer Zinfandel je nach Region mehr Fruchtsäure, oft saftigere Himbeer- und Gewürznoten zeigt. Vinifizierung, Ausbau im Holz und Traubenreife spielen eine große Rolle; Produzenten wie Tormaresca zeigen, wie italienische Auslegung von Primitivo zu kräftigen, würzigen Weinen führt, die sich von vielen US-Zinfandeln unterscheiden.
Primitivo entfaltet sich am besten bei 16–18 °C und profitiert bei kräftigeren Fass-Ausbauweinen von kurzem Dekantieren (30–60 Minuten). Perfekte Speisenbegleiter sind gegrilltes Fleisch, würzige Pastagerichte mit Tomatensauce, gereifter Pecorino oder pikante Eintöpfe. Leichtere, früh trinkbare Primitivo-Styles passen auch zu Pizza oder mediterranen Antipasti.
Primitivo ist eine rote Rebsorte aus Apulien (Puglia) im Süden Italiens, besonders verbreitet im Salento und in der DOC Primitivo di Manduria. Typische Merkmale sind dunkle Beerenaromen, würzige Noten und gehaltvolle Struktur. Bedeutende Produzenten, die für die Rebsorte bekannt sind, sind unter anderem Feudi di San Marzano, Tormaresca (Antinori) und Cantine San Marzano, die unterschiedliche Stilrichtungen von fruchtbetont bis holzgereift anbieten.
Die Abkürzung 'V.b' ist in der allgemeinen Weinterminologie nicht standardisiert und kann je nach Kontext unterschiedlich gedeutet werden. Mögliche Erklärungen reichen von verkaufsinternen Kurznotationen bis zu Tippfehlern. Empfehlenswert ist, die genaue Bedeutung anhand der Flaschenetikette, des Weinguts oder der Begleitdokumente zu prüfen und bei Unklarheit direkt beim Erzeuger oder Händler nachzufragen. Im Zweifel helfen Fotos der Etiketten, Auktions- oder Händlerinformationen sowie Vergleiche mit bekannten Abkürzungen wie OHK (Original-Holzkiste) oder VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter).
Genetisch eng verwandt mit dem kalifornischen Zinfandel ist Primitivo historisch in Süditalien verwurzelt; die gemeinsame Herkunft geht auf die kroatische Rebe Crljenak Kaštelanski zurück. Stilistisch sind beide oft vollfruchtig und alkoholreich, doch Primitivo aus Primitivo di Manduria betont häufig mediterrane Kräuter und warme Bitterschokoladennoten, während Zinfandel in Kalifornien stärker zu marmeladigen Aromatikprofilen neigt.
Die Abkürzung V.b. ist nicht standardisiert und kann je nach Kontext unterschiedlich gemeint sein; häufig trifft man standardisierte Kürzel wie OHK (Original-Holzkiste), OC (Original Case) oder OWC (Original Wooden Case). Weitere gebräuchliche Fachabkürzungen sind QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete), VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) und DRC (Domaine de la Romanée-Conti). Bei unklaren Kürzeln empfiehlt sich die Nachfrage beim Anbieter, die Sichtung von Flaschenetiketten und Losnummern sowie das Anfordern von Detailfotos.
Primitivo harmoniert exzellent mit gegrilltem oder geschmortem rotem Fleisch, würzigen Braten, BBQ und dunklen Schmorgerichten. Tomatige Nudelgerichte, gereifte Pecorino oder Parmigiano sowie würzige Hartkäse sind ideale Partner. Süßere Frucht- und Schokonoten in manchen Primitivo-Versionen machen auch Kombinationen mit dunkler Schokolade oder Desserts auf Schokoladebene möglich. Bei kräftigem Ausbau und höheren Tanninen empfiehlt sich ein fettreicherer Begleiter, bei fruchtigen Versionen auch mediterrane Küche und gegrilltes Gemüse.
Für kurz- bis mittelfristige Lagerung eignen sich konstante 12–16 °C, dunkler, leicht feuchter Raum und stabile Flaschenlage. Ältere Flaschen verdienen Aufmerksamkeit auf Füllstand (Ullage) und Korkzustand: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei älteren Jahrgängen. Serviertemperatur liegt bei 16–18 °C; junge, fruchtige Primitivo profitieren von 30–60 Minuten Dekantieren, strukturierte Riserva-Versionen können 1–2 Stunden oder mehr Luft brauchen. Große Holzfässer oder Barriqueausbau beeinflussen Geschmack und Reifeverhalten, daher vor dem Öffnen auf Ausbauangaben achten.
Primitivo lagert am besten in konstant kuehler Umgebung (idealerweise 12–14 °C), bei 60–75 % Luftfeuchtigkeit, dunkel und vibrationsfrei, Flaschen horizontal gelagert, wenn sie mit Naturkork verschlossen sind. Kurzfristig (bis 5 Jahre) genügen Weinkühlschränke oder kuehle Kellerräume; für längerfristige Lagerung empfiehlt sich eine professionelle Weinlagerung mit dokumentierter Temperatur- und Feuchtekontrolle. Vor dem Öffnen schwere, gereifte Primitivo-Weine dekantieren, um Aromen zu öffnen und Depot zurückzuhalten.
Primitivo reicht von jung trinkbaren, fruchtigen Weinen bis zu opulenten, im Holz gereiften Cuvées. Einfache Primitivo-Styles sind innerhalb von 2–5 Jahren trinkreif; hochwertige Primitivo di Manduria oder selektive Lagenweine von Produzenten wie Feudi di San Marzano oder Tormaresca können 8–15 Jahre oder länger Lagerpotenzial haben. Holzausbau, Ertragsreduzierung und Jahrgangseinflüsse entscheiden über Reifefähigkeit und Tanninstruktur.
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