0 €
Monfortino 1955 13 litri
Der Jahrgang 1955 gehört zu den historischen Jahrgängen, die bei richtig gelagerten Baroli sehr langlebig sein können. In Kombination mit einem Erzeuger wie Giacomo Conterno und einer Riserva wie Monfortino sind typische Merkmale große Reifetauglichkeit und komplexe tertiäre Aromen; Zustand, Provenienz und Füllstand entscheiden jedoch maßgeblich über Trinkreife und Qualität jeder Einzelflasche.
Der Füllstand ist einer der wichtigsten Indikatoren für den Erhaltungszustand: HF und IN deuten auf geringen Verlust und geringeres Oxidationsrisiko, TS oder VHS können ersten Oxidationsbefall signalisieren, MS/LS sind kritisch. Auf dem Sammlermarkt mindern tiefe Ullages den Preis deutlich; für die Trinkbarkeit ist ein guter Füllstand hingegen eine gute Vorhersage für intakte Aromen und strukturierte Tannine.
Der Füllstand ist ein zentrales Qualitätsmerkmal bei alten Flaschen: HF (High Fill) steht für perfekten Füllstand, IN (Into Neck) für sehr guten, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Weinen akzeptabel. VHS (Very High Shoulder) signalisiert erste Oxidationszeichen, MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf deutliches Volumenverlust‑Risiko und erhöhte Oxidationsgefahr hin. Bei historischen Barolo sollten Käufer Füllstand und Flaschenhals sorgfältig fotografieren oder prüfen lassen, da sie Rückschlüsse auf Lagerbedingungen und Weinstatus erlauben.
Monfortino ist die berühmte Riserva von Giacomo Conterno aus dem Barolo‑Gebiet in Piemonte. Typisch für Monfortino sind vollständige Ausreifung von Nebbiolo‑Trauben, sehr lange Maischestandzeiten und ein traditionelles Ausbaukonzept in grossen Holzfässern, das intensive, strukturierte Weine mit herausragendem Reifepotenzial hervorbringt. Barolo gehört zur italienischen Klassifikation DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). Bei reifen Exemplaren stehen tertiäre Aromen wie Leder, Teer, Rosen und getrocknete Kräuter im Vordergrund, begleitet von weichen, gereiften Gerbstoffen.
Nebbiolo aus Barolo ist bekannt für hohe Säure, markante Gerbstoffe (Tannine), feingliedrige Aromatik (rote Früchte, Rosen, Teer, Unterholz) und ein hohes Reifepotenzial. Monfortino verkörpert diese Merkmale oft in konzentrierter Form: dichte Tannine, komplexe tertiäre Aromen mit zunehmender Flaschenreife und ein langes Reifepotenzial, das Jahrzehnte, bei optimaler Lagerung, anspruchsvolle Entwicklungsschritte zeigt.
Monfortino ist die legendäre Riserva des Hauses Giacomo Conterno aus dem Barolo-Gebiet in den Langhe (Piemont) und basiert auf der Nebbiolo-Traube. Giacomo Conterno wird international als einer der ikonischen Produzenten von Barolo anerkannt; Monfortino steht für traditionelle Ausbauweisen, extreme Langlebigkeit und große Lagerfähigkeit, wie sie für klassische Baroli charakteristisch sind.
13 litri bezeichnet das Volumen der Flasche — ein sehr ungewöhnliches Grossformat, das etwa 17,33 Standardflaschen à 0,75 Liter entspricht. Sehr grosse Formate altern in der Regel langsamer und gleichmässiger wegen des geringeren Verhältnisses von Sauerstoff zum Weinvolumen; deshalb können sie ein besonders langes Reifepotenzial bieten. Allerdings sind Transport, Lagerung und Provenienz bei solchen Formaten logistischer und konservatorischer Herausforderungen unterworfen.
Langzeitlagerung erfordert konstante Temperatur (idealerweise 10–14 °C), ruhige Lage, 60–75 % relative Luftfeuchte und dunkle Bedingungen; Giacomo Conterno-Baroli profitieren von stabiler, kellerhafter Lagerung. Beim Servieren vorsichtig öffnen, gegebenenfalls nur kurz dekantieren oder karoffieren, bei 16–18 °C servieren und kleine Mengen in gutem Burgunderglas prüfen, da stark gealterte Nebbiolos empfindlich auf Luftzugabe reagieren.
Wichtige Prüfpunkte sind Füllstand (Ullage), Etikett- und Kapselzustand, Korkzustand, Sedimentbild und Nachweis der Provenienz. Begriffe wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) bis MS/LS (Mid/Low Shoulder) beschreiben die Ullage und geben Hinweise auf mögliche Oxidation oder undichte Verschlüsse – je besser der Füllstand, desto höher die Chancen auf eine intakte Flasche.
Provenienz ist ein zentraler Werttreiber: lückenlose Lagerhistorie, originale Kaufbelege, Auktionszertifikate oder Lieferdokumente erhöhen Marktvertrauen deutlich. Originalverpackungen wie OHK (Original‑Holzkiste), OC (Original Case) oder OWC (Original Wooden Case) sind besonders wertsteigernd. Weitere Belege sind Fotos aus dem Weinkeller, Inventarlisten und Archivierungsunterlagen. Für hochpreisige Stücke empfiehlt sich eine Begutachtung durch erfahrene Spezialisten oder Auktionshäuser.
Auf Echtheit und lückenlose Provenienz achten, Fotos von Etikett, Kapsel, Hals, Boden und Etikettenrückseite prüfen, möglichst Auktionen oder renommierte Händler mit Zustandsberichten bevorzugen. Für Spitzenweine wie Monfortino sind unabhängige Gutachten, versicherter Transport, Lagernachweise sowie Absprache mit spezialisierten Auktionshäusern (z. B. international etablierte Häuser) sinnvolle Maßnahmen zur Werterhaltung und Risikominderung.
Erste Prüfungen umfassen Vergleich mit Referenzetiketten, Untersuchung von Papier, Druckbildern, Capsule und Glas sowie die Kontrolle von Schrifttypen und Prägungen. Seriennummern, Auktionshistorie und dokumentierte Provenienz liefern zusätzliche Sicherheit. Bei Unklarheiten oder bei sehr hohem Wert sind Expertensichtungen durch anerkannte Weinprüfer oder Auktionshäuser ratsam. In Extremfällen können forensische Methoden wie Isotopenanalyse oder chemische Prüfung zur Bestätigung der Authentizität eingesetzt werden.
Wertsteuernde Faktoren sind Seltenheit, Jahrgangsreputation, Format (Grossformate sind besonders gesucht), Zustand der Flasche (Ullage, Etikett, Kork, Kapsel), Vorhandensein der Originalverpackung (OHK/OC/OWC) sowie lückenlose Provenienz. Auch Nachfrage nach spezifischen Produzenten wie Giacomo Conterno, vergangene Auktionsresultate und Erwähnungen durch Kritiker oder Weinreferenzen beeinflussen die Bewertung. Für extrem seltene oder teure Lose empfiehlt sich professionelle Taxierung vor Kauf oder Verkauf.
Großformate vergrößern das Verhältnis von Weinvolumen zur Oberfläche des Korkens, was die langsame, gleichmäßigere Alterung fördert. Bei hochwertigen, langlebigen Weinen wie klassischem Barolo kann ein großes Format die Entwicklung von Sekundär- und Tertiäraromen verlangsamen und harmonisieren. Ein 13‑Liter-Gefäß ist unüblich und extrem selten – bei allen Großformaten sind Zustand, Versiegelung und professionelle Lagerung entscheidend für die Trinkbarkeit.
Ein Barolo aus den 1950er Jahren präsentiert sich heute typischerweise mit stark entwickelten tertiären Noten: Leder, getrocknete Früchte, Tabak, Weinbergskräftige Gewürze und erdig‑pilzige Nuancen. Die Farbe wechselt zu ziegelrot oder braunrandig, die Gerbstoffe sind oft deutlich weicher als in jungen Jahren. Bei sehr alten Flaschen sind Zustand von Kork, Etikett und vor allem der Füllstand (Ullage) entscheidend, um Trinkbarkeit und Qualität einzuschätzen.
Bei historischen Flaschen sind Füllstand (Ullage), Etikettzustand und Kapsel zentrale Qualitätsindikatoren. Typische Ullage‑Begriffe: HF (High Fill) = sehr guter Fuellstand, IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder) sowie MS/LS (Mid Shoulder/Low Shoulder) mit steigendem Risiko. Ein intaktes Etikett ohne grosse Fehlstellen, eine unbeschädigte Kapsel und ein hoher Fuellstand sprechen für sorgfältige Lagerung. Ergänzend sind Geruchstest des Korkens nach dem Öffnen, Fotos der Flasche und professionelle Begutachtung empfehlenswert.
Sehr alte Barolo profitieren oft von vorsichtigem Temperieren (etwa 16–18 °C) und behutsamem Dekantieren, um Depot zu trennen und Aromen zu öffnen, ohne die verbliebene Frische zu verlieren. Bei stark gereiften Flaschen empfiehlt sich langsames Umgießen gegen Licht, manchmal in eine Karaffe, mit kurzer Standzeit. Da jedes Exemplar individuell reagiert, ist eine Probendekantierung durch einen erfahrenen Sommelier oder Weinfachmann ratsam, besonders bei historischen Jahrgängen.
Die Angabe 13 litri beschreibt ein sehr großes Flaschenformat mit rund 13 Litern Fassungsvermögen, das außerhalb der klassischen Handelsformate liegt. Übliche Nennungen sind Magnum (1,5 l), Doppelmagnum (3,0 l), Imperial (6,0 l), Salmanazar (9,0 l) und Balthazar (12,0 l); ungewöhnliche Großformate werden oft als Unikate gehandhabt und beeinflussen Handling, Lagerung und Transport erheblich.
Wichtige Aspekte sind lückenlose Provenienz, Zustand der Flasche und Verpackung, dokumentierte Lagerbedingungen sowie unabhängige Gutachten oder Expertisen. Auktionen und etablierte Auktionshäuser bieten Transparenz, doch auch Händler mit nachgewiesener Reputation sind zentrale Anlaufstellen. Versicherte Logistik, professionelle Weinlagerung (konstante Temperatur und Feuchte) und eine konservative Wertermittlung sind bei Investitionen in seltene Flaschen essenziell. Bei besonders alten Flaschen empfiehlt sich zusätzlich eine fachkundige Begutachtung vor dem Kauf.
Langfristige Lagerung erfordert konstante, kühle Temperaturen (idealerweise ~10–14 °C), moderate Luftfeuchte (60–75 %), Dunkelheit und vibrationsfreie Umgebung. Alte, grosse Formate brauchen genug horizontalen Lagerraum. Beim Servieren ältere Flaschen vorsichtig handhaben: langsam aufrecht stellen, bei Bedarf kurz dekantieren und auf Sediment achten. Bei sehr alten Weinen empfiehlt sich ein schonendes Dekantieren mit feinem Filter oder ein minimaler Sauerstoffkontakt; Serviertemperatur zwischen 15–18 °C je nach Reifegrad.
Monfortino ist die legendäre Riserva des piemontesischen Weinguts Giacomo Conterno und gilt als einer der ikonischen Barolo-Ausdrucke. Hergestellt aus Nebbiolo-Trauben aus streng selektierten Lagen von Barolo, steht Monfortino für extreme Langlebigkeit, kraftvolle Tanninstruktur und eine ausgeprägte Lagerfähigkeit. Giacomo Conterno und die späteren Generationen legten Tradition und strenge Qualitätskontrolle in den Ausbau, was Monfortino zu einer Referenz für historische Barolo-Interpretationen macht.
OHK steht fuers Original-Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case. Originalverpackungen wie OHK/OC/OWC steigern den Sammlerwert, erleichtern die Provenienzprüfung und gelten bei Auktionen oder im Sekundaermarkt als positives Qualitätsmerkmal, da sie oft auf durchgehende, sachgerechte Lagerung hinweisen.
Der Jahrgang 1955 gehört zu den historischen Jahrgängen, die auf dem Sammlermarkt selten und wegen ihres Alters besonders begehrt sind. Die Qualität alter Barolo-Jahrgänge hängt stark von Produzent, Ausbau und Lagerbedingungen ab; bei Spitzenweingütern wie Giacomo Conterno kann ein 1955er aufgrund traditioneller Ausbauweisen und langer Flaschenreife bemerkenswerte Komplexität und Reifetiefe zeigen. Jeder konkrete Flaschenzustand muss einzeln beurteilt werden.
OHK steht für Original-Holzkiste; OWC bedeutet Original Wooden Case; OC ist die Abkürzung für Original Case. Originalverpackungen erhöhen bei alten und sammlerwürdigen Weinen den Provenance‑Wert, weil sie Aufschluss über die Herkunft und die Lagergeschichte geben können. Eine intakte Original-Holzkiste oder ein Original-Karton erleichtert zudem die Absicherung beim Transport und wird auf dem Sekundärmarkt häufig positiv bewertet.