Welche Trinkreife kann man von 2022er Weinen aus hochwertigen Lagen erwarten?
Die Trinkreife hängt von Rebsorte, Ausbau und Terroir ab: fruchtbetonte Weißweine aus 2022 sind oft früh zugänglich (1–5 Jahre), während kräftige Rotweine und terroirgeprägte Spitzenlagen leicht 8–20 Jahre oder länger Reifepotenzial zeigen. Großen Einfluss haben Ausbau (Holz, Maischekontakt) und Qualitätsstufen wie Großes Gewächs (GG) oder Erste Lage. Zum Vergleich altern berühmte Referenzweine aus Bordeaux oder Burgund typischerweise deutlich langsamer; bei deutschen Spitzenweingütern wie Weingut Keller oder Weingut Emrich‑Schönleber entscheidet die genaue Lese- und Kellerarbeit über das Langzeitpotenzial.