Was bedeutet die Bezeichnung Spätlese und wie wirkt sich das auf einen gereiften Riesling Jahrgang 1979 aus?
Spätlese bezeichnet im Herkunfts- und Qualitätskontext einen höheren Reifegrad der Trauben bei der Lese und steht oft für reifere Fruchtnoten und gegebenenfalls höheren Restzucker. Bei einem gereiften Riesling aus 1979 hat die lange Flaschenreife die primären Fruchtaromen in tertiäre Aromen überführt: Noten von Honig, getrockneten Zitrusfrüchten, Petrol-/Ölearomen und Gewürznuancen können dominieren. Die verbliebene Säure ist entscheidend dafür, ob der Wein noch lebendig wirkt; eine gute Spätlese mit intakter Säure kann Jahrzehnte harmonisch altern.