Was bedeutet 'trocken' bei Riesling und wie unterscheidet sich das von Kabinett oder Spätlese?
'Trocken' bezeichnet bei Wein den geringen Restzuckergehalt: klassisch liegt dieser bei maximal ca. 4 g/l, abhängig vom Säuregehalt. Im Gegensatz dazu sind Kabinett und Spätlese Prädikatsstufen, die primär den Reifegrad der Trauben beschreiben und meist mehr Restsüße aufweisen können. Kabinett ist meist leicht und feinfruchtig, Spätlese gehaltvoller und oft süßlicher, Auslese noch konzentrierter. Die Balance aus Säure und Restzucker entscheidet beim Riesling oft über den empfundenen Geschmack, daher kann ein trockener Riesling sehr frisch wirken, selbst bei moderatem Alkohol.