Wie unterscheiden sich Rotweine aus Bordeaux, Burgund und Rioja stilistisch und im Alterungspotential?
Bordeaux-Weine (z. B. Château Margaux) setzen häufig auf Cabernet Sauvignon- oder Cabernet-Merlot-basierte Cuvées mit kräftiger Tanninstruktur und hohem Alterungspotenzial; sie profitieren von langen Reifephasen und klassischer Lagerung. Burgundische Pinot Noir (z. B. Domaine de la Romanée-Conti) zeigen meist feinere, terroir-geprägte Aromen, sind sensibler gegenüber Jahrgangsschwankungen und entwickeln komplexe tertiäre Noten bei längerer Flaschenreife. Rioja (z. B. Bodegas wie Vega Sicilia in Spanien steht zwar in einer eigenen Tradition) liefert oft gereifte Tempranillo-Profile mit Vanille- und Eichenwürze durch ausgedehnte Fassreife; hochwertige Reservas können sehr langlebig sein. Region, Rebsorte, Ausbau und Weinbergslage (Cru/Grand Cru) bestimmen letztlich Stil und Lagerfähigkeit.

Weitere Fragen zu diesem Thema: