Wie beurteilt man gereifte Rieslinge aus Ahr, Pfalz oder Baden fachgerecht?
Gereifte Rieslinge entwickeln mit Zeit eine komplexe Aromatik: reifes Steinobst, Honig, petrolartige Noten und eine ausgeprägte Säurestruktur. Bei Weinen wie einem Altenahrer Riesling oder Forster Riesling sind Lagerfähigkeit und Trinkreife stark vom Ausbau sowie der Säure- und Restzuckerausprägung abhängig. Junge Jahrgänge (z. B. 2022/2023) zeigen meist primäre Frucht und frische Säure, während ältere Flaschen mehr tertiäre Noten zeigen. Zur Beurteilung empfiehlt sich Kontrolle von Füllstand (Ullage) und Korkzustand, moderate Temperatur beim Öffnen (10–12 °C) sowie ein kurzer Kontakt mit Luft, um sich entwickelnde Aromen freizusetzen.

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