Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2020, 2021 und 2023 bei Riesling allgemein?
Kurz zusammengefasst: 2020 war in vielen deutschen Anbaugebieten ein warmes, sehr reifes Jahr mit konzentrierter Frucht und reifer Säure, oft dichter Stil. 2021 zeigte regionale Varianz, gewann aber mit seiner längeren Reifephase oft an Frische und Spannung; die Weine können elegante Säureprofile und gute Alterung besitzen. 2023 war europaweit sehr warm und trocken, was zu früheren Lesezeitpunkten und tendenziell reiferen Aromabildern führte; in einigen Fällen muss man mit etwas weniger animierender Säure rechnen. Bei Riesling entscheidet allerdings stets Produzent und Lage – Weingut Wittmann oder Keller können Jahrgangsunterschiede durch Terroir und Stilführung ausgleichen.