Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2016, 2018 und 2019 bei deutschen Pinot-Weinen und was ist die Alterungsperspektive?
Jahrgänge beeinflussen Frucht, Säure und Tanninstruktur: 2016 gilt regional vielfach als reifer und kann bei gut gemachten Spätburgundern bereits Trinkreife und komplexere tertiäre Aromen zeigen; 2018 brachte oft reife, dichte Frucht mit guter Struktur; 2019 ist qualitativ unterschiedlich, wirkt aber vielerorts zugänglich und fruchtbetont. Alterungspotenzial hängt stärker vom Produzenten und Ausbau ab: gut strukturierte Spätburgunder mit feinem Tanningerüst können 8–15 Jahre und mehr reifen. Bei Weinen von Handwerk Bertram Baltes, Freinsheim Rings oder Pinot Andi Weigand lohnt eine individuelle fordernde Prüfung von Füllstand und Korkstatus vor einer längeren Lagerung.

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