Wie entwickelt sich ein Burgunder-Jahrgang aus 1988 typischerweise und worauf sollte man beim Probieren achten?
Späte Achtziger-Jahrgänge wie 1988 haben in vielen Fällen inzwischen tertiäre Aromen entwickelt: Ledernoten, getrocknete Kräuter, Waldboden und dezente rote Fruchtreste. Beim Probieren achtet man auf Farbe (Ziegel- bis Bräunungstöne), Frische der Säure, Gerbstoffstruktur und ob die Primärfrüchte noch vorhanden sind. Viele 1988er-Burgunder zeigen heute Reife, sind aber stark abhängig von Produzent, Ausbau und Lagerung; kräftige Dekantierzeit und etwas Ruhe im Glas helfen, die Aromatik zu öffnen.