Wie entwickeln sich Mosel‑Rieslinge aus älteren Jahrgängen wie 1969 typischerweise im Glas?
Gut gelagerte Mosel‑Rieslinge aus älteren Jahrgängen entwickeln im Laufe der Jahrzehnte ausgeprägte tertiäre Noten: Honig, Petrol, getrocknete Aprikose, Waldhonig und nussige sowie herbwürzige Nuancen. Die Säure bleibt bei vielen Spitzenexemplaren überraschend präsent und verleiht weiterhin Frische. Auch die wahrnehmbare Mineralität verändert sich und zeigt oft komplexe Rauch‑ und Schiefernoten. Entscheidend für die Trinkreife sind Lagestandard, Füllstand (Ullage) und Korkzustand.