200 €
2 x 0,75l
Für optimale Lagerung empfiehlt sich eine konstante Temperatur von etwa 10–14 °C, relative Luftfeuchtigkeit um 60–75 %, geringe Lichtbelastung und vibrationsfreie Lagerung in waagerechter Lage, sofern der Korken noch intakt ist. Bei jüngeren Jahrgängen sind Füllstand (Ullage) und Korkzustand weniger kritisch, doch bei gereiften Flaschen sollte man HF (High Fill) oder IN (Into Neck) bevorzugen; MS/LS-Ullagen deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin.
OHK (Original-Holzkiste), OC (Original Case) und OWC (Original Wooden Case) kennzeichnen, dass Wein in der ursprünglichen Transport- oder Präsentationsverpackung geliefert wird. Für Sammler und Käufer sind diese Hinweise bedeutsam, weil Originalverpackungen oft Rückschlüsse auf ununterbrochene Provenienz, schonende Lagerung und damit auf Werterhalt zulassen; bei Sekundärmarkttransaktionen können sie Preis und Vertrauen positiv beeinflussen.
Bezeichnungen wie AbtsE sind häufig produzentenspezifische Kennzeichnungen, die auf eine besondere Selektion, Einzellage oder eine qualitätsorientierte Parzelle hinweisen können. Solche Kürzel dienen oft dazu, Besonderheiten der Herkunft oder eine höherwertige Selektion hervorzuheben. Bei renommierten Weingütern werden solche Signaturen genutzt, um terroirtypische Ausdrucksformen oder streng selektierte Trauben zu kennzeichnen.
KPK steht für Winzer Klaus‑Peter Keller. Klaus‑Peter Keller ist ein international anerkannter Erzeuger aus Rheinhessen, bekannt für präzise, terroirbetonte Rieslinge und sorgfältigen Umgang mit Traubenmaterial. Sein Stil zeichnet sich durch Klarheit, Mineralität und klare Herkunftsdefinition aus, wodurch seine Weine bei Sammlern und Kritikern hohe Beachtung finden.
Auslese ist ein Prädikat im deutschen System und kennzeichnet Trauben mit höherer physiologischer Reife als Kabinett oder Spätlese. Im Vergleich: Kabinett steht für leichte, feingliedrige Weine mit moderater Restsüße oder trockenem Stil, Spätlese für reifere Frucht und mehr Körper, Auslese für besonders selektierte, konzentrierte Trauben. Auslesen können trocken oder restsüß ausgebaut werden und bieten in vielen Fällen ein gutes Alterungspotenzial.
Der Jahrgang 2019 in Rheinhessen galt als besonders warm und reif, mit gut ausgereifter Frucht, konzentrierten Aromen und ausreichender Säure für Balance. Viele Erzeuger konnten gesunde, reife Trauben lesen, wodurch kraftvolle, dicht strukturierte Weine entstanden. Für Spitzenbetriebe bedeutet das oft sowohl Trinkspaß in jungen Jahren als auch solides Lagerpotenzial, je nach Ausbau und Prädikat.
Auf dem Sekundärmarkt zählen vor allem Provenienz, Lagerhistorie, Zustand der Flasche (Ullage, Etikett, Kork), Jahrgangsqualität und die Reputation des Erzeugers. Bei renommierten Winzern beeinflussen außerdem Veröffentlichungen von Kritikern (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und die Verfügbarkeit. Saubere Dokumentation und ein guter Lagerzustand erhöhen die Marktgängigkeit und den Preis.
Der ideale Trinkzeitpunkt hängt vom Ausbaustil ab: trockene, prädikatsbetonte Auslesen können bereits nach wenigen Jahren Trinkvergnügen bieten, entwickeln aber in der Regel 5–15 Jahre zusätzliche Komplexität. restsüße Auslesen reifen oft 10–30 Jahre oder länger und gewinnen an Tiefe und Aromenkonzentration. Generell lohnt eine Verkostung in den ersten Jahren, um Entwicklungstrends zu verfolgen, und eine anschließende gezielte Flaschenentnahme beim Zellerausbau.
250 €
49 €
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