Wie beeinflussen die Jahrgänge 2012, 2013 und 2015 die Trinkreife deutscher Spitzenweine?
Jahrgangsunterschiede prägen Säure, Reifegrad und Alterungspotenzial. Allgemein gilt: 2015 war in vielen deutschen Regionen ein warmer, reifer Jahrgang mit ausgeprägter Frucht und guter Reife, oft frühe Zugänglichkeit und gleichzeitig ausgezeichnetes Reifepotenzial bei selektierten Lagen. 2012 und 2013 zeigen regional variierende Charaktere; teils zurückhaltendere Säure, teils ausgeprägte Mineralität und Zurückhaltung in der Jugend. Bei GG-Weinen aus der Pfalz können 2012/2013 eine längere Phase der Flaschenreife benötigen, während 2015 oft früher attraktive Trinkfenster eröffnet — konkrete Aussagen hängen jedoch von Rebsorte, Ausbau und Weinbergslage ab.