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St. Laurent ist eine dunkelfarbige, aromatisch kräftige Rotweinsorte mit Ursprung in Mitteleuropa und enger genetischer Verwandtschaft zum Pinot Noir. Gegenüber dem Spätburgunder zeigt St. Laurent oft intensivere Fruchtaromen (dunkle Kirsche, Brombeere), etwas mehr Farbstoff und Substanz sowie ein kräftigeres Tanninfundament, bleibt aber eleganter als viele internationale Cuvées. In kühleren Regionen wie Baden bringt sie reife Frucht bei guter Säure und eignet sich sowohl für sortenreine Weine als auch für Barrique-Ausbau.
St. Laurent ist eine spät austreibende, dunkelfruchtige Burgunderverwandte mit Aromen von Kirsche, Pflaume, Unterholz und gelegentlich würzigen Noten. In Baden, speziell bei Weingut Klumpp und Lagen wie Buchsaler Rothenberg, ergibt St. Laurent oft kompakte, seidige Rotweine mit guter Säurestruktur und Lagerfähigkeit. Richtig vinifiziert können diese Weine sowohl früh Trinkfreude bieten als auch über Jahre an Komplexität gewinnen.
Entscheidend sind die Provenienz und die dokumentierte Lagerhistorie, gefolgt von sichtbaren Merkmalen wie Etikettzustand, Korkzustand und Füllstand (Ullage). Weingut Klumpp, Lagebezeichnungen wie Buchsaler Rothenberg und der Jahrgang 2014 sind wichtige Indikatoren für Qualität und Reifepotenzial. Zusätzlich helfen Kritikerbewertungen, Flaschenformat und Stückzahlen bei der Einschätzung von Seltenheit und Preis; misstrauisch sollte man bei ungewöhnlich niedrigen Preisen ohne nachvollziehbare Herkunftsdokumente sein.
Einzellagen wie Buchsaler Rothenberg bieten Mikroklima- und Bodenbedingungen, die die Reifebalance und Aromatik der Trauben stark prägen. Süd- bis südostexponierte Hänge sorgen für intensivere Zucker- und Phenolreife, während durchlässige Böden die Wurzeln stärken und feinkörnige Mineralität in die Weine bringen. Für Winzer wie Weingut Klumpp bedeutet das: klarere Frucht, definierte Tanninstruktur und eine bessere Eignung für längeren Ausbau oder Fassreife.
OHK steht für Original-Holzkiste und beschreibt die originale Holzkiste, in der Flaschen häufig ausgeliefert wurden; OWC ist die englische Entsprechung Original Wooden Case. VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter, den deutschen Qualitätsverband, bekannt für das Burg-Symbol und Klassifizierungen wie Grosse Lage oder Erste Lage. Weitere Abkürzungen sind QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) und GG (Grosses Gewächs), die unterschiedliche Qualitäts- und Herkunftsaspekte beschreiben.
Der Jahrgang 2014 wird in vielen süddeutschen Anbaugebieten als solide und in Teilen sehr gut beschrieben, mit moderatem Ertrag und einem ausgewogenen Reifeprofil. Für St. Laurent bedeutet das häufig eine gute Balance zwischen Frucht, Säure und Tannin, was dem Wein Lagerpotenzial verleiht. Nach rund zehn Jahren zeigt ein gut gelagerter 2014er typischerweise entwickelte Aromen und eine weiche Textur, während schlechter gelagerte Flaschen an Frische verlieren können.
Zu gereiften St. Laurent-Weinen passen gebratene Enten- oder Rehgerichte, Pilzrisotto, Lamm sowie gereifte Käsesorten und herzhafte Wurstwaren. Die ideale Serviertemperatur liegt zwischen 14 und 16 °C, so kommen Frucht und feine Tannine gut zur Geltung. Bei älteren Exemplaren empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren, um Aromen zu öffnen, ohne die empfindliche Entwicklung und die feinmaschige Struktur zu verlieren.
Ein 2014er St. Laurent aus geeigneter Lage hat typischerweise bereits sekundäre Aromen (Unterholz, getrocknete rote Frucht, Gewürze) entwickelt und zeigt weiche Tannine mit noch vorhandener Frische. Je nach Ausbau (Edelholz, Spontangärung) kann die weitere Entwicklung noch mehrere Jahre dauernd feinere tertiärnoten ausbilden; konservativ gelagerte Exemplare können oft 5–10 Jahre oder länger gereift noch an Komplexität gewinnen. Entscheidend sind Herkunft, Fassbehandlung, Lagerung und der aktuelle Füllstand.
Weingut Klumpp gehört zu den regional beachteten Erzeugern in Baden, die sich auf Burgundersorten und regionale Spezialitäten konzentrieren. Die Einzellage Buchsaler Rothenberg steht für oft steilere, gut durchlüftete Südlagen mit guter Sonneneinstrahlung, was besonders spät reifenden roten Rebsorten wie St. Laurent zugutekommt. Bodenverhältnisse in Rothenberg-ähnlichen Lagen sind häufig durch Löss, Sand oder kiesige Anteile geprägt, die Wärme speichern und dem Wein eine präzise Fruchtstruktur sowie mineralische Noten verleihen.
St. Laurent aus angesehenen Lagen kann für Sammler interessant sein, besonders wenn das Weingut wie Weingut Klumpp regional anerkannt ist und die Produktion limitiert. Als Investment ist die Rendite jedoch stark abhängig von Reputation, Jahrgangsqualität, Lagerzustand und Nachfrage auf dem Markt; deutsche Burgundertypen erzielen tendenziell weniger spektakuläre Preissteigerungen als international berühmte Bordeaux- oder Burgundweine. Für Sammler ist der Genusswert kombiniert mit guter Lagerung oft wichtiger als kurzfristige Spekulation.
Die Lage Buchsaler Rothenberg zählt zu den markanten Einzellagen in Baden, geprägt von steilen Hängen, gut durchlüfteten Böden und hoher Sonneneinstrahlung. Weingut Klumpp nutzt diese Bedingungen für sortentypische, konzentrierte Rotweine mit klarer Frucht und guter Struktur. In Kombination mit der Rebsorte St. Laurent ergeben sich oft dichte, aber elegante Weine mit feinem Tanningerüst, die das Terroir der Rothenberg-Lage widerspiegeln.
Gereiften St. Laurent serviert man ideal bei 14–16 °C in bauchigen Rotweingläsern, die Aromen und Balance unterstützen. Jüngere, verschlossene Exemplare profitieren von 30–90 Minuten Dekantieren; stärker gereifte Tropfen sollten vorsichtiger behandelt werden, um verblassende Frucht und feine Nuancen nicht zu verlieren — ein kurzes Umgießen zur Sedimenttrennung reicht oft. Wichtig sind saubere Gläser, temperierte Umgebung und gegebenenfalls langsames Öffnen, um den Wein schrittweise zu entfalten.
Preis und Anlagepotenzial hängen von mehreren Faktoren ab: Reputation des Weinguts (Kritikerbewertungen von Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous etc.), Jahrgangsqualität,LIMITIERUNG DER PRODUKTION, Zustand der Flasche (Ullage, Etikett, Kork), provenance und ob Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) vorhanden ist. Auch Klassifikationen wie VDP beeinflussen Marktinteresse. Für regionale Einzellagenweine sind beständige Qualitätsentwicklung und knappe Verfügbarkeit entscheidend — gute Lagerung und vollständige Dokumentation erhöhen Wiederverkaufswert.
Die Standardflasche 0,75 l sollte kühl (ideal 10–14 °C), dunkel, bei moderater Luftfeuchte (60–75 %) und vibrationsarm gelagert werden, liegend, damit der Korken feucht bleibt. Bei gealterten Flaschen ist der Füllstand (Ullage) ein entscheidender Qualitätsindikator: High Fill (sehr guter Füllstand) und Into Neck (kurz unter Hals) sprechen für intakten Wein, Top Shoulder ist bei älteren Flaschen noch akzeptabel, während Mid Shoulder oder Low Shoulder auf mögliche Oxidation hinweisen. Very High Shoulder kann erste Oxidationszeichen zeigen; deshalb Ullage immer prüfen, bevor man eine Flasche kauft oder öffnet.
Der Jahrgang 2014 gilt in vielen deutschen Anbaugebieten als eher zurückhaltend und ausgeglichen, mit kühleren Phasen und moderater Reife. Für rote Sorten wie St. Laurent bedeutete das oft elegante, säurebetonte Weine mit feiner Frucht statt überreifer Extrakte. Weine aus wärmeren Parzellen oder besonders sonnigen Lagen konnten dennoch kräftigere Struktur entwickeln; generell profitieren gut gelagerte 2014er heute von gefestigter Reife und sich entwickelnden tertiären Noten.
MwSt steht für Mehrwertsteuer und ist die gesetzliche Umsatzsteuer auf Waren und Dienstleistungen; bei Weinverkäufen wird sie in der Regel auf den Bruttopreis aufgeschlagen oder separat ausgewiesen. Der Begriff "inklusive Versand" bedeutet üblicherweise, dass Versandkosten bereits im Endpreis enthalten sind, allerdings können Zusatzleistungen (versicherter Versand, Expresszustellung, Spezialverpackung oder die Lieferung in einer Original-Holzkiste) zusätzliche Kosten verursachen. Beim Kauf immer auf Rechnungsposten achten: Nettopreis, MwSt-Ausweis und Angaben zum Versandumfang sind für Transparenz wichtig.
Langfristige Lagerung verlangt konstante Temperaturen (idealerweise 10–14 °C), hohe relative Luftfeuchtigkeit (60–75 %) und Dunkelheit, wie es in einem professionellen Weinkeller üblich ist. Bei einem rund zehnjährigen Rotwein sind Füllstände (Ullage) wichtig: Ein High Fill oder Into Neck gilt als optimal, während Mid/Low Shoulder auf mögliche Alterung oder Wärmeexposition hinweisen. Vor dem Servieren empfiehlt sich leichtes Dekantieren (30–60 Minuten) oder zumindest eine vorsichtige Karaffierung, um sekundäre Aromen zu entfalten und eventuelle Sedimente zu trennen.
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