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Perfekte Flasche
Ein perfekter Füllstand gilt als HF (High Fill) – also sehr hoher Weinstand nahe am Korken. Bei Flaschen jüngerer bis mittleren Alters sollte der Füllstand mindestens HF oder IN (Into Neck) sein. Für ältere Flaschen werden TS (Top Shoulder) und VHS (Very High Shoulder) als akzeptabel angesehen, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) ein erhöhtes Oxidationsrisiko bedeuten. Ein „perfekter“ Zustand umfasst neben HF auch intakten Korken, sauberen Etiketten und keine Lecks.
Wichtige Angaben sind Flaschenformat (0,75 l Standard, Magnum 1,5 l etc.), Originalverpackung (OC = Original Case, OWC = Original Wooden Case, OHK = Original‑Holzkiste) und ob die Flasche aus einer Lagerung mit HF/IN‑Ullage stammt. Originalverpackung erhöht oft den Sammlerwert und ist für Transporte / Auktionen relevant. Bei Investmentüberlegungen sind zudem EV‑Dokumente (Provenienz) und eventuelle Herstelleretiketten mit Jahrgangsangabe wichtig.
Sekundärmarkt und Sammlerinteresse hängen stark von Produzent, Jahrgangsqualität, Limitierung der Produktion, Kritikerbewertungen und einwandfreier Provenienz ab. Weine von renommierten Erzeugern wie Klaus‑Peter‑Keller sind begehrt, weil sie Lagerfähigkeit und hohe Qualität kombinieren. Wertsteigerung entsteht bei hoher Nachfrage, geringer Verfügbarkeit und exzellenter Kellerreife. Sammler achten auf Dokumentation, Originalverpackung wie Original‑Holzkiste (OHK) bzw. Original Wooden Case (OWC), perfekte Füllstände und unversehrte Etiketten.
Klaus-Peter Keller gehört zu den profiliertesten Erzeugern in Rheinhessen. Das Weingut in Flörsheim‑Dalsheim ist bekannt für extrem präzise, terroir‑orientierte Rieslinge mit klarer Säurestruktur, feinster Frucht und großem Alterungspotential. Keller arbeitet traditionell mit selektiver Traubenauslese, geringen Erträgen und schonender Kellertechnik; das Ergebnis sind Weine, die sowohl die Lage als auch den Jahrgang deutlich spiegeln.
Typische sensorische Noten reichen von grüner Zitrusfrucht, Limette und grünem Apfel bis zu reiferen Steinobstnuancen wie Pfirsich oder Mirabelle bei warmen Jahrgängen. Begleitend treten florale Anklänge, deutliche Mineralität und eine präzise, zupackende Säure auf. Textur und Körper können von schlank bis mittelgewichtig variieren; gute Einzellagen‑Rieslinge enden meist in einem sehr langen, salzig‑mineralischen Finish.
Großes Gewächs ist die Bezeichnung des VDP für trockene Spitzenweine aus klassifizierten Einzellagen. VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Im Gegensatz zu allgemeinen Qualitätswein‑Kategorien (wie QbA bzw. Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) legt der Verband Deutscher Prädikatsweingüter strenge Lage‑, Ertrags‑ und Qualitätskriterien fest: selektierte Trauben, niedrige Erträge, oft längere Reifezeiten und strikte Kellerpraxis. Großes Gewächs signalisiert damit eine obere Qualitätsstufe, die zusammen mit dem Herkunftsnachweis den Wert eines Weins steigern kann.
Einzellagen in Rheinhessen weisen häufig eine Mischung aus kalkhaltigen Schichten, Löss‑Ablagerungen und lehmig‑steinigen Böden auf. Solche Böden fördern gute Wärmespeicherung und Durchwurzelung, was zu konzentrierter Frucht und mineralischen Noten führt. Standortfaktoren wie Hangneigung, Exposition und Höhenmeter prägen die Säurestruktur und Aromatik: kühlere Lagen bringen mehr Präzision und Säure, wärmere Lagen reifere, dichteres Fruchtaroma.
Premium‑Rieslinge können Anlagecharakter haben, wenn mehrere Voraussetzungen erfüllt sind: renommierter Erzeuger (z. B. Klaus‑Peter Keller), exzellente Einzellage, hervorragender Jahrgang, begrenzte Menge und dokumentierte Provenienz. Auf dem Sekundärmarkt zählen Lagerzustand, Füllstand, Originalverpackung (OC/OWC/OHK), Händler- oder Auktionshistorie sowie Kritikerresonanz (Robert Parker / The Wine Advocate, James Suckling, Vinous, Jancis Robinson). Preise können volatil sein; sorgfältige Dokumentation und professionelle Lagerung sichern Wert.
Bei einer Flasche aus 2019 ist in der Regel ein hoher Füllstand zu erwarten; typische Kategorien sind HF (High Fill) oder IN (Into Neck). Sammler prüfen: Füllstand (HF/IN sind ideal), sauberen, festen Korken, unbeschädigte Kapsel, makelloses Etikett und keine Anzeichen von Ausblühungen oder Schimmel. Bei älteren Flaschen gelten TS (Top Shoulder) als noch akzeptabel; VHS, MS oder LS weisen auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin.
Der Jahrgang 2019 war in Rheinhessen warm bis warmheiß mit sehr guter physiologischer Reife. Für Riesling bedeutete das häufig reife, dichte Fruchtnoten und konzentrierte Aromen bei erhaltenem Säuregerüst – besonders in kühleren Einzellagen. 2019er Rieslinge zeigen oft direkten Trinkfluss, aber auch Lagerungspotential; gut erzeugte Flaschen können über zehn Jahre oder länger harmonisch reifen.
Langfristige Lagerung erfolgt dunkel, bei stabilen 10–13 °C und rund 60–75% Luftfeuchte, liegend, mit geringer Erschütterung. Für einen trockenen Spitzenriesling empfiehlt sich vor dem Servieren eine vorsichtige Temperierung auf etwa 10–12 °C. Jüngere, dichte 2019er können kurz dekantiert werden; ältere Flaschen sollten langsam geöffnet und erst kurz vor dem Trinken dekantiert oder vorsichtig probiert werden, um Sedimente zu respektieren.
Hubacker ist als Einzellage in Rheinhessen bekannt und bringt oft Weine mit gutem Reifeprofil und prägnanter Frucht hervor. Weine aus Hubacker zeigen typischerweise eine klare Mineralität, konzentrierte Steinobstaromen und dank kühlerer Lagen eine ausgeprägte, balancierte Säure. Winzer wie Klaus‑Peter Keller nutzen solche Lagen, um präzise, sortentypische Rieslings mit Lagerfähigkeit zu generieren.
Weingut Klaus‑Peter‑Keller steht für präzise, lange gereifte Rieslinge mit starker Lagenprägung. Ein Keller Hubacker 2019 zeigt typischerweise Klarheit in der Frucht, straffe Säure und eine ausgeprägte mineralische Spannung – Merkmale, die auf konsequente Selektion im Weinberg, niedrige Erträge und schonende Kellertechnik zurückgehen. Der Jahrgang 2019 in Deutschland war insgesamt warm und reif, weshalb Weine aus diesem Jahr oft voller und konzentrierter wirken, ohne die für gute Rheinhessen‑Rieslinge wichtige Frische zu verlieren.
Ein trockener Rheinhessen‑Riesling wie Hubacker 2019 harmoniert hervorragend mit Meeresfrüchten, gebratenem oder gegrilltem weißen Fisch, hellem Geflügel mit Kräutern, asiatisch gekochten Gerichten (mit dezenter Schärfe) sowie gereiften, nicht zu salzigen Käsesorten. Empfohlene Serviertemperatur: 8–10 °C, bei dichterer Textur bis zu 11 °C, damit Aromen und Struktur optimal zur Geltung kommen.
Zur Lagerung empfiehlt sich eine konstante Temperatur um 10–12 °C, 60–75 % Luftfeuchte, lichtgeschützt und liegend, um den Korken feucht zu halten. Für junge, konzentrierte 2019er‑Rieslinge kann ein Öffnen 1–2 Stunden vor dem Trinken die Aromen öffnen; bei sehr feinen Einzellagen genügt oft ein kurzes Schwenken oder 30–60 Minuten Ruhe im Glas. Vor dem Kauf oder bei älteren Flaschen ist der Füllstand (Ullage) zu prüfen, denn ein hoher Füllstand (HF, High Fill) ist ein gutes Lagerzeichen.
GG steht für Großes Gewächs und ist die Klassifizierung für trocken ausgebaute Toplagen durch den Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Der VDP, also der Verband Deutscher Prädikatsweingüter, organisiert die Klassifikation der Einzellagen und setzt Qualitätsstandards: Gutswein, Ortswein, Erste Lage (1L) und Großes Gewächs. Für Konsumenten signalisiert ein GG eine Herkunft aus einer privilegierten Lage und einen hohen Anspruch an Traubenqualität und Kellertechnik.
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